Myron hat geschrieben:Das heißt, selbst mithilfe vollkommener Kenntnis der Naturgesetze und des Gesamtzustandes der Welt zu T_1 wäre es unmöglich gewesen, treffsicher vorherzusagen, ob das betreffende Zufallsereignis nach T_1 eintritt oder nicht.
Nein, ein Wunder ist "übernatürlich", ein (der) Zufall ist ganz natürlich.HFRudolph hat geschrieben:1von6,5Milliarden hat geschrieben:... aber ich meine durch die Anerkennung der Existenz von Zufällen und möglicher Akausalitäten werden Hirngespinnste von übernatürlichen Vorgängen und Wundern sogar obsolet.
Ja eben, ist das nicht das selbe?
Nein, aber viele Faktoren der Evolution sind zufällig.HFRudolph hat geschrieben:@Klaus: Die Evolution ist doch nicht akausal!?
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Der Zeitpunkt wann eine beliebige Mutation eintrifft ist Zufall.
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Die Selektion selber ist oft kausal, aber auch nicht immer, sie kann durchaus zufällig sein (zumindest nach unserem heutigen Wissensstand).
Einstein hat geschrieben:Zufall ist immer da, wo unsere Berechnungen versagen
Klaus hat geschrieben:Es findet auch keine Weitergabe erworbener Fähigkeiten statt.
Klaus hat geschrieben:Völliger Zufall, also echter, findet in der Meiose statt
So ungefähr, nur solange die Wahrscheinlichkeit kleiner 1 ist, ist der Zeitpunkt bei einem unabhängig Ereignis immer ein Zufall.ganimed hat geschrieben:Also geht da mit einer gewissen klitzekleinen Wahrscheinlichkeit beim Abtasten dieser Kodierung mal was daneben und die Kopie unterscheidet sich ein klitzekleines bisschen vom Original.
Nein, nicht unbedingt. Selbst wenn die Ursache (z.B. hohe Bestrahlungsdosis) bekannt ist, so ist - solange die Wahrscheinlichkeit kleiner 1 - der Zeitpunkt immer noch ein Zufall und sogar das Eintreten der Mutation an sich, sogar noch ein Zufall wenn man sich auf Zellebene befindet.ganimed hat geschrieben:Die genaue Ursache, so vermute ich jetzt mal, ist von Experten durchaus zu benennen. (Man korregiere mich, wenn man mehr weiß.)
Ja und?ganimed hat geschrieben:Eine Mutation hat demnach ihre Ursachen in bestimmten biochemischen Vorgängen. Oder wird nicht auch manchmal das ein oder andere Gen durch Gammastrahlung beschädigt?
Ja, aber bei natürlicher Strahlung und i.Allg. auch bei künstlicher Strahlung ist dies eben absoluter Zufall dass du genau triffst wenn du auf Zell bzw. Atomgröße heruntergehst. Ursache hat damit nicht viel zu tun. Wenn du eine Turnhalle hast und platzierst am einen Ende ein kleines Kugerl welches Gammastrahlen emittiert und du betrachtest am anderen Ende eine Zelle und wartest bis sie getroffen wird ... kann nach 1 Sekunde der Fall sein, mag aber auch sein, dass du vorher trotz Strahlenschutzanzug im Alter von 99 Jahren gestorben bist.ganimed hat geschrieben:Das wäre ja auch wieder ein ursächlicher Vorgang. Kommt ein Gammateilchen und haut da was entzwei.
Wenn du sagst Zufall ist dann nicht existent, wenn ein Grund für ein Ereignis vorliegt, wird es schwerer.ganimed hat geschrieben:Meiner Ansicht nach wären also weder Zeitpunkt noch Ausprägung einer Mutation echt zufällig (im Sinne von akausal).
Jede Selektion die nicht auf äußere Einflüsse zurückzuführen ist. Vereinfacht und plakativ, warum haben Rotkelchen rote und Blaukelchen blaue Kehlen. Klar sagst du, weil Rotkelchen auf rote und Blaukelchen auf blaue Kehlen "stehen" (je blaue bzw. je (orange)röter desto attraktiver in der Partnerwahl). Aber der Selktionsweg dorthin, scheint doch eher nur zufällig zu sein. Beides bringt ähnliche Nachteil gegenüber Fressfeinden, beides hat sich im Laufe der Jahrhunderttausenden so entwickelt, aber warum? Diese Ausprägung scheint doch eher nur Zufall zu sein, auch wenn es einen Grund gibt, warum sie sich gerne unterscheiden. Das Wie ist zufällig entsanden.ganimed hat geschrieben:1von6,5Milliarden hat geschrieben:Die Selektion selber ist oft kausal, aber auch nicht immer, sie kann durchaus zufällig sein (zumindest nach unserem heutigen Wissensstand).
Hast du da ein konkretes Beispiel für eine akausale Selektion?
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Um bei der Turnhalle zu bleiben: Ursache (Kausalität) sei bekannt, alle anderen Gründe für Mutationen nicht existent. Wenn eine Mutation eintritt, dann nur weil Quäntchen Gammastrahlung getroffen hat. Also nicht akausal. Aber Zeitpunkt und die Tatsache dass überhaupt getroffen wurde, scheind ja keinen Grund außer dem Zufall zu haben.
1von6,5Milliarden hat geschrieben:ganimed hat geschrieben:Hast du da ein konkretes Beispiel für eine akausale Selektion?
Jede Selektion die nicht auf äußere Einflüsse zurückzuführen ist. Vereinfacht und plakativ, warum haben Rotkelchen rote und Blaukelchen blaue Kehlen. Klar sagst du, weil Rotkelchen auf rote und Blaukelchen auf blaue Kehlen "stehen" (je blaue bzw. je (orange)röter desto attraktiver in der Partnerwahl). Aber der Selktionsweg dorthin, scheint doch eher nur zufällig zu sein.
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Dass der Herd von Spritzern getroffen wird, ist kein Zufall. Das aber ein bestimmter, beliebig kleiner, bestimmter Punkt getroffen wird aber schon, auch wenn für den Fall des Treffens eine Kausalität vorliegt, es liegt aber keine Kausalität vor, dass er getroffen wird.
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Nein, aber viele Faktoren der Evolution sind zufällig.HFRudolph hat geschrieben:@Klaus: Die Evolution ist doch nicht akausal!?
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Die Selektion selber ist oft kausal, aber auch nicht immer, ..
atheist666 hat geschrieben:Eine Akausalität ist unmöglich.
atheist666 hat geschrieben:Wie wahrscheinlich wäre es denn, daß man z.B. einen Toten trifft ?
atheist666 hat geschrieben: Wie wahrscheinlich wäre es denn, daß man z.B. einen Toten trifft ?
1von6,5Milliarden hat geschrieben:Auch radioaktiver Zerfall ist ein Zufall, wenn du dich "auf der richtigen Ebene" befindest. Wenn du ein Kubikmeter Radon hast, dann ist einmal die Strahlung recht konstant (für hinreichend kurze Beobachtungszeiträume), ständig vorhanden, vorhersagbar und deshalb kein Zufall. Gehst du aber auf atomare Größe hinunter und betrachtest du nur ein einzelnes Atom (Isotopenunterschiede sind hierfür egal, dies ändert nur die Wahrscheinlichkeit) so ist der Zeitpunkt des Zerfalls, der Strahlungsemission nicht vorhersehbar und (für diese Betrachtungsgröße) reiner Zufall. Den Zerfall an sich, würde ich aber deshalb natürlich nicht als Zufall bezeichnen können.
Myron hat geschrieben:zu einem bestimmten Zeitpunkt T zufälligerweise bzw. ursachenlos zerfällt
ganimed hat geschrieben:Also ich kann mir mit meinem Gehirn einfach nicht vorstellen, dass irgendwas ursachenlos zerfällt. Wieso sollte es das denn tun wenn es keinen Grund hat?
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