Luther, ein antisemitischer Psychophat

Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon emporda » Fr 28. Sep 2012, 08:48

Der Fundamentalismus hat psychopathologische Elemente wie das Auserwählt Syndrom und das Missionierungssyndrom. Ersteres ist ein Wahn, im psychisch kranken Narzissmus sieht sich der Fanatiker als etwas ganz Besonderes. Missionierung hat Motive wie Macht, Narzissmus, Identitätskrisen, Geschäftemacherei und Sicherheit vor Willkür in beliebiger Kombination. Der Fundamentalismus mutiert zum psychopathologischen Wahn, indem sich jemand als von Gott auserwählt ausgibt, sich selbst mit der Missionierung beauftragt und von Religioten verehrt wird.

Martin Luthers Schriften beinhalten psychopathologischen Wahn als Ausdruck totaler Idiotie:
„Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann ….“


Martin Luthers Schriften und Bibelinterpretationen über Kriege sind extreme Hassorgien wie die Vernichtungsaufrufe der NAZI-Postille “Der Stürmer“:
“In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”


Martin Luther formuliert den christlichen Antisemitismus als Vordenker von Reichsleiter Heinrich Himmler und Reinhardt Heydrich im NAZI-Programm zur „Endlösung der Judenfrage“:
„(1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien.
(2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
(3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
(4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
(5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
(6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
(7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

Luthers Übersetzung der Vulgata ins Deutsche sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Im mittelhebräischen Text wird Enosch (Enoch) 365 Jahre alt, bei Martin Luther 905 Jahre. Den Religioten war damals klar, nur Einfaltspinsel sind manipulierbar. In heiligen Kriegen vernichtet David die Kanaaniter, Ammoniter, Moabiter, Edomiter, Aramäer, Hadadeser. Martin Luther kennt Auschwitz nicht und übersetzt (2. Sam 12,31):
„Aber das Volck drinnen füret er eraus / vnd legt sie vnter eisern segen vnd zacken / vnd eisern keile / vnd verbrand sie in Zigelöfen“.

Für Martin Luther ist ein Weib an Gottes Seite der Horror, er tilgt Asherah (Mi 5,12) mit:
„Er setzet einen Hayngötzen, den er gemacht hatte, in das Haus“.


König David misshandelt die Amoniter:
„Die Bevölkerung der Stadt ließ David Zwangsarbeiten verrichten. Er stellte sie an Steinsägen, eiserne Pickel, eiserne Beile und Ziegelformen.“.
In ursprünglichen Bibeln werden die Amoniter in den Ziegelöfen verbrannt wie in Ausschwitz. Eine Verharmlosung besagt (1. Sam 6,19):
„Aber die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch (Andersgläubige), dass sie die Lade des Herrn sahen. Und der Herr schlug unter ihnen siebzig Mann“.
Bei Martin Luther werden 50.000 Mann erschlagen.

Bei 3.Moses 20,27 liest man die Behandlung von Geisteskranken durch Mord und Ausrotten, die Kinderficker Sekte leitet daraus die Existenz von Dämonen ab und begründet ihren Exorzismus. Martin Luther übersetzt (Lk 2,14):
„Ehre sey Gott in der Höhe, und Friede auff Erden, und den Menschen ein wolgefallen“
Richtig aus Mittelhebräisch übersetzt heißt das aber:
„Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“
Gott lässt in den Evangelien nur die Menschen Frieden finden, die bedingungslos an den paranoiden Zombie glauben.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Vollbreit » Fr 28. Sep 2012, 09:46

Hallo emporda.

Ich finde Deine Beiträge sehr wichtig, weil ich der Meinung bin, dass die Relevanz und Brisanz von atheistischem Fundamentalismus heutzutage bei weitem unterschätzt wird.

Was die projektive Identifikation der eigenen Aggression, Einäugigkeit, Diskursverweigerung und ein (ironischerweise tiefgläubiges) in sich geschlossenes Weltbild darstellt, steht der atheistische Fundamentalismus den anderen Spielarten in nichts nach.

WDR 5 hat geschrieben: WDR 5: Also braucht der Fundamentalist immer ein Feindbild, Abweichung wird als illegitimes Verhalten gewertet?

Wolfgang Benz: Kriminalisierung muss nicht sein, aber der Außenstehende wird auf jeden Fall als Feind gesehen. Fundamentalismus verzichtet auf Kompromisse, es gibt keine Dialog- und Toleranzbereitschaft, die Regeln der parlamentarischen Gesellschaft gelten nicht. Für den Fundamentalisten gibt es nur "drinnen" und "draußen", "Feind" und "Freund", da sein Weltbild keine konkurrierenden Deutungen zulässt. Und das macht den Fundamentalismus, wenn er sich politisch artikuliert, für eine Demokratie gefährlich.
http://www.wdr5.de/thementage/fundament ... ismus.html


Insofern danke ich Dir für die Illustration des Phänomens des atheistischen Fundamentalismus und bitte natürlich um weitere Beispiele.
:2thumbs:
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Darth Nefarius » Fr 28. Sep 2012, 10:10

Vollbreit hat geschrieben:Ich finde Deine Beiträge sehr wichtig, weil ich der Meinung bin, dass die Relevanz und Brisanz von atheistischem Fundamentalismus heutzutage bei weitem unterschätzt wird.

Wirfst du emporda etwa atheistischen Fundamentalismus vor, weil er lediglich aufzeigt, wie widerwertig wichtigste Personen der Religion waren und sind?
Vollbreit hat geschrieben:Was die projektive Identifikation der eigenen Aggression, Einäugigkeit, Diskursverweigerung und ein (ironischerweise tiefgläubiges) in sich geschlossenes Weltbild darstellt, steht der atheistische Fundamentalismus den anderen Spielarten in nichts nach.

Keineswegs. Mir ist kein Verbrechen "Im Namen des nicht existierenden Gottes" bekannt. Religion ist ein Brandstifter und eine Rechtfertigungsgrundlage für größe Verbrechen. Der Atheismus rechtfertigt gar nichts. Trotz dieser Faktenlage nicht zu erkennen, dass die Ablehnung gegenüber solcher Personen legitim ist, zeigt deine Ignoranz auf und deine Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern dieser Menschen.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon stine » Fr 28. Sep 2012, 11:59

Darth Nefarius hat geschrieben:Mir ist kein Verbrechen "Im Namen des nicht existierenden Gottes" bekannt.
Das ist schon komisch, dass gerade jene, die sich darauf berufen, dass der Atheismus kein Nichtglaube ist, sondern dass Atheismus frei von irgendeiner Art von Glauben ist, dann hinterher ein Verbrechen "Im Namen des nicht existierenden Gottes" bräuchten, um zu beweisen, dass es im Atheismus keine Verbrechen gibt.
Jedes Verbrechen, das ohne religiöse Hintergründe geschieht und dessen Gewaltausbruch nicht einem Gott geschuldet ist, ist ein atheistisches Verbrechen. Ein atheistisches Verbrechen braucht eben genau keine Rechtfertigung.


LG stine
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon emporda » Fr 28. Sep 2012, 12:26

stine hat geschrieben:Jedes Verbrechen, das ohne religiöse Hintergründe geschieht und dessen Gewaltausbruch nicht einem Gott geschuldet ist, ist ein atheistisches Verbrechen. Ein atheistisches Verbrechen braucht eben genau keine Rechtfertigung. LG stine

In Geschichte, vor allem Teitgeschichte, bist Du gerade durchgefallen. Ich zitiere Lukas Mihr
http://www.ibka.org/
Häufig werde Atheisten vorgeworfen, ohne Gott frei von jeglicher ethischer und sozialer Verantwortung zu sein - "Ohne Gott ist alles erlaubt". Lukas Mihr, der Geschichte studiert und sich insbesondere mit der Rolle der katholischen Kirche im Nationalsozialismus auseinandersetzt, führte in seinem Vortrag ausführlich die Argumente und Motivationen derjenigen auf, die solche unbegründeten und widersinnigen Behauptungen aufstellen. Insbesondere würden da im Zusammenhang immer die Namen der größten Diktatoren, Völker- und Massenmörder des vergangenen Jahrhunderts aufgeführt: Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot und Kim Yong Il.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Lumen » Fr 28. Sep 2012, 12:39

Meine Frage an Vollbreit und Stine wäre jetzt, ob Jazzmusik, Fahrradfahren, Kochen, Eltern pflegen, Äste vom Boden aufsammeln, soziale Marktwirtschaft, Bulimie und Fußnägel schneiden und vieles weitere mehr "atheistisch" zu nennen sind. Treffenderweise können Menschen selbstverständlich aus Atheismus oder Antireligiosität heraus z.B. Straftaten begehen und alle möglichen anderen Aktivitäten machen. Konkrete Fälle gibt es tatsächlich auch, zum Beispiel atheistischer Ikonoklasmus (zerstören heiliger Objekte). Brandstiftung an Kirchen in Skandinavien wären da konkrete Fälle. Aber der Abriss von Kirchen im Kommunismus zum Beispiel nicht (nur dann, wenn Jazzmusik und so weiter auch atheistisch sind). Allerdings sind auch die meisten Formen des Ikonoklasmus religiös motiviert.

Davon abgesehen ist es bezeichnend, wie die "religiöse Seite" es fortwährend schafft, von ihren Leichenbergen und zweifelhaften Personen abzulenken, und den Spieß umzudrehen. Luther gilt allgemein als eher positive Figur, somit kann von ausgewogener Darstellung in der Öffentlichkeit garkeine Rede sein. Wenn die Balance allerdings sehr weit verschoben ist, dann wirken Gegendarstellungen direkt extrem. Einfaches Beispiel: in den USA gilt Politik, die man hier als stark rechtslastig nennen würde noch als moderat mittig. Soviel zur differenzierten Darstellung, die immer wieder eingefordert wird, aber bei der "anderen" Seite bislang nicht sichtbar wird.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon emporda » Fr 28. Sep 2012, 13:09

Lumen hat geschrieben:Davon abgesehen ist es bezeichnend, wie die "religiöse Seite" es fortwährend schafft, von ihren Leichenbergen und zweifelhaften Personen abzulenken, und den Spieß umzudrehen. Luther gilt allgemein als positive Figur, somit kann von ausgewogener Darstellung in der Öffentlichkeit keine Rede sein.
Das liegt wohl daran, dass die tiefschwarze abstoßende Religiosität der RKK stets die positive Lutherkirche instrumentierte, obwohl die nicht weniger absurd häßlich und fatal war. Die bösen Mordbuben hatten 1300 Jahre weniger Zeit, das hemmt

Auch wenn @Stine ihre Kommentare mit Humor-Avatars schmückt, agiert sie doch als klassische Religiotin. Nichts außer ihrer all-selig machenden Einstellung zählt,
akzeptierst Du nicht meine Meinung, so schlag ich Dir den Schädel ein.
Früher hat man so etwa zum Papst gemacht, heute als Werberin für Scientology wäre das echt eine Erfolgskarriere
Zuletzt geändert von emporda am Fr 28. Sep 2012, 13:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon stine » Fr 28. Sep 2012, 13:18

Lumen hat geschrieben:... wenn Jazzmusik und so weiter auch atheistisch sind...
Wenn ihr doch lesen UND verstehen könntet, wäre vieles viel einfacher und man müsste sich nicht ständig wiederholen.

Mein Kommentar bezog sich auf diese Äußerung:
Darth Nefarius hat geschrieben: Mir ist kein Verbrechen "Im Namen des nicht existierenden Gottes" bekannt.

Und das Ergebnis:
Alles, was nicht religiös und einem Gott geschuldet ist, ist ausnahmslos atheistisch. Wenn es denn sein muss, dann auch das Fußnägelschneiden.
Es spielt keine Rolle ob jemand glaubt oder nicht glaubt, es spielt aber eine Rolle, wenn jemand glaubt, dass er nicht gläubig ist.
o.K.?
Aber das Thema, was ist Atheismus und welche Arten von Atheisten gibt es, wurde hier im Forum schon zuhauf erklärt. Das würde nun wieder meine Bereitwilligkeit nochmal darauf einzugehen sprengen.

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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon stine » Fr 28. Sep 2012, 13:20

emporda hat geschrieben:Früher hat man so etwa zu mPapast gemacht, heute als Werberin für Scientology wäre das echt eine Erfolgskarriere
Da kannst du mal sehen, auf was ich alles verzichten kann.

:wink: stine
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Darth Nefarius » Fr 28. Sep 2012, 13:39

stine hat geschrieben:Alles, was nicht religiös und einem Gott geschuldet ist, ist ausnahmslos atheistisch. Wenn es denn sein muss, dann auch das Fußnägelschneiden.

Das ist riesiger Bullshit! Ein nicht religiös motivierter Mord ist dadurch nicht zwangsläufig atheistisch motiviert, sondern durch Eifersucht, Habgier, heimtücke, Verdeckung einer Straftat oder dergleichen. Es gibt Bereiche der Motivation, die jenseits von Glaube oder Nichtglaube stehen. Für mich hat Eifersucht nichts mit Atheismus oder Theismus zu tun, das ist eine andere Ebene. Dein "Füßnägelschneiden" habe ich mitreingenommen, um nochmal zu unterstriechen, wie dämlich deine Position ist.
Und nochwas zu Lumen:
Der Kampf der Kommunisten gegen Religion war eben auch nicht atheistisch sondern kommunistisch motiviert. Spätestens seit Cuba wissen wir, dass Kommunismus nicht gleich Atheismus beinhaltet. Die Religion war eine Konkurrenzdoktrin, diese wurde deswegen verfolgt, nicht wegen des Inhalts. Und wenn mal eine Ikone von tatsächlich anarchistischen Atheisten zerstört wird, weine ich der keine Träne nach. Man muss mal bedenken, wie die Verhältnisse sind.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon stine » Fr 28. Sep 2012, 18:18

Darth Nefarius hat geschrieben:Es gibt Bereiche der Motivation, die jenseits von Glaube oder Nichtglaube stehen. Für mich hat Eifersucht nichts mit Atheismus oder Theismus zu tun, das ist eine andere Ebene.
Da ist es wieder: Wenn kein Gott im Spiel ist, dann ist es gottlos!
Und muss man das dann so benennen?
Wenn du nicht glaubst, dann bist du auch nichts anderes als ein Mensch. Warum nennst du dich Atheist?

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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Darth Nefarius » Fr 28. Sep 2012, 19:18

stine hat geschrieben: Wenn kein Gott im Spiel ist, dann ist es gottlos!

Wiederhole das so oft du willst, dadurch wird dieser Fokus nicht der Relevante. Wenn kein Gott im Spiel ist, dann sind andere Motive ausschlaggebend. Es ist eine völlig unsinnige Frage bei der Motivation zwei unverhältnismäßige Bereiche gegenüberzustellen: religiös (oder durch den Glauben) motiviert und alles andere. Oder gehst du im alltäglichen Sprachgebrauch genauso vor? Sagst du, wenn du spazieren gehst, mit dem Rad fährst, oder mit der Bahn, dass du dich autolos fortbewegst?
Der Atheismus umfasst nicht alles, was nichts mit dem Glauben zu tun hat, sondern ist eine Weltanschauung, die versucht ohne einen Gottesgedanken auszukommen. In diesem Sinne sind Motivationen sehr, sehr selten.
stine hat geschrieben:Wenn du nicht glaubst, dann bist du auch nichts anderes als ein Mensch. Warum nennst du dich Atheist?

Ich nenne mich nicht immer und in jeder Situation Atheist, sondern nur im Konflikt mit der Religion oder dem Glauben. Es gibt unterschiedliche Dinge, die uns definieren, die Theisten oder Deisten haben nicht mehr Anspruch auf ihre Bezeichnung als ein Atheist.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Lumen » Fr 28. Sep 2012, 23:42

@DF, dir fehlt einmal mehr Textverständnis. Leute sagen, der Kommunismus oder Nationalsozialismus seien "atheistisch" , was —wenn das stimmte— zu der völlig absurden Situation führen würde, dass auch Radfahren, Jazzmusik usw. "atheistisch" sind (da es in aller Regel nicht-theistische Aktivitäten sind). Ergo ist das Blödsinn und wie du schreibst, gibt es mehrere Konkurrenzideologien die mal mehr, mal weniger oder keine Götter haben. Die, die keine Götter haben sind faktisch atheistisch, aber die intendierte Zuschreibung ist manipulativ, denn ein Atheist hat sich ja nicht für jede beliebige Ideologie eingetragen, die zufälligerweise keine Götter enthält. Der Trick besteht darin, Atheismus mit stark negativen Begriffen zu assozieren.

Ich kannte diese Aussagen von Luther übrigens so nicht, und finde sie ehrlich ziemlich krass—wenn das so stimmt. Mir war bekannt, dass die Christen seit jeher die Juden mit der althergebrachten Deutung des Judas als Verräter von Jesus in Verbindung brachten (siehe Gottesmord) und sie zu verschieden Zeiten verfolgt wurden. Insofern steht Martin Luther in einer reichen Tradition christlicher Nächstenliebe.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon emporda » Sa 29. Sep 2012, 04:25

Lumen hat geschrieben:Ich kannte diese Aussagen von Luther übrigens so nicht, und finde sie ehrlich ziemlich krass—wenn das so stimmt.
Ich gehe davon aus, die Wiedergabe der Luthertexte im Internet sind korrekt. Sie beleuchtet recht deutlich den Zustand seiner Psyche und wurde von den Jubelchristen nur zu gerne unterschlagen. Irgendwie erinnert mich so ein Geisteszustand von Menschen wie Luther immer an den Massenmörder Anders Breivik

Letztlich haben alle Religionsgründer eine mehr oder weniger große Macke, der Glaube an einen himmlischen Zombie, der alles kann und uns fernsteuert, der ist "krank" und ein Ausdruck von Unwissen und mangelndem Selbstbewußtsein. Luther ist kein Einzelfall sondern eher die Norm, wobei wir über die Autoren der gut 300 Evangelien als Vorlagen des Bibelschreibers Hieronymus um 383 n.C. nichts wissen. Die Evangelien Schreiber waren keine Juden, kannten Palästina nicht, sprachen nur Latein und Altgriechisch.

Religionen sind Phantasien psychopathologisch Kranker wie Martin Luther als Macho, Antisemit und Geistergläubiger, der Betrüger John Smith/Mormonen, Charles T. Russell/Zeugen Jehovas, Joseph Kibwetere/Uganda, Josemaria Escrivera/Opus Dei, Ron Hubbard/Scientologen, Jim Jones/Guyana, William Miller/Adventisten, Friedrich Krebs/Neuapostel, Lee Carroll/Kryon Kult, Sun Myong Moon/Moon Sekte usw. Deren selbst ernannten heiligen Oberhirten haben eine Kindheiten mit Gewalt, Empathie Mangel, Missbrauch und soziale Ausgrenzung, sie sind als Auserwählte all-wissend, unsterblich, vollbringen Wunder, haben Visionen, reden direkt mit dem Zombie im Himmel wie Jesus, Maria, Allah, Zeus usw. und empfangen deren Befehle.

Dem Analphabeten Mohammed hat der Erzengel Gabriel Lesen und Schreiben geschenkt - sagen islamische Mullahs.
Ohne Fremdsprachenkenntnis übersetzt Joseph Smith hieratische Papyri als heilige Texte der späteren Sekte der Mormonen, Hieronymus schreibt als Sekretär des Papstbetrügers Damasius I die Vulgata ohne Kenntnis des sakralen Mittelhebräisch. Die Neue-Welt-Bibel der Zeugen Jehovas übersetzen Fred Franz, Nathan Knorr, Albert Schröder, George Gangas, Milton Henschel laut Gerichtsprotokoll ohne Wissen von Mittelhebräisch und etwas Altgriechisch. Die Bibel des paranoiden Gottes Jahwe enthält etwa 35 Mio Morde manifestiert durch 1035 Absurditäten, 854 Gräueltaten, 377 Widersprüche, 1094 Ungerechtigkeiten und 539 Fälle totaler Inkompetenz.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Zappa » Sa 29. Sep 2012, 05:36

stine hat geschrieben:Alles, was nicht religiös und einem Gott geschuldet ist, ist ausnahmslos atheistisch. Wenn es denn sein muss, dann auch das Fußnägelschneiden.


Das ist doch eine vollkommen überzogene Definition!

Es gibt eine Sphäre des menschlichen Handelns und Denkens wo die Unterscheidung in Theistisch, Agnostisch und Atheistisch Sinn macht. In vielen anderen Bereichen (z.B. dem Fußnägelbeschneiden) ist diese Unterscheidung schlicht falsch, es sei denn jemand schneidet sich aus explizit religiösen Gründen nicht die Fußnägel und jemand anders mit explizitem Bezug auf diese Marotte ausdrücklich aus atheistischen Motiven die Fußnägel. Nicht die Handlung ist das entscheidende, erst die Intention kann sie zu einer theistischen oder atheistischen machen. In 99,999999999% der Fälle hat diese Handlung aber überhaupt keinen Bezug zu dieser Sphäre.

Erst wenn die Handlung also religiös oder anti-religiös intendiert ist, macht deine Unterscheidung einen Sinn. Und da hat die Geschichte leider ziemlich deutlich gezeigt, dass die meisten Untaten religiös intendiert sind.

Ansonsten schließe ich mich @Vollbreit an :mg:
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon mat-in » Sa 29. Sep 2012, 08:10

Den Ausführungen zu Martin Luther muß ich da durchaus zustimmen, was sowohl den Wahn als auch das Judenhassen angeht sind das Tatsachen und trauriger Weise welche die unter den Teppich gekehrt werden. Nach Darwinjahr und Newtonjahr haben wir übrigend gerade eine "Lutherdekade", da hängt also einiges schief.

Allerdings muß man abwägen. Ich habe bei der Umbenennung der Treitschkestraße hier - nach 20 Jahren Diskussion und einem Gutachten über den Mann endlich umbenannt, weil niemand mehr leugnen konnte für was er mit seinen Schriften die Grundlage gelegt hat und das er sonst wirklich nichts geleistet hat das es zu würdigen gäbe - mit einer Historikerin gesprochen. Wir kamen über unseren Flyer zu "Lutherstraße" ins Gespräch... Sie meinte, man müsse immer abwägen was derjenige erreicht hat bevor man ihn verdammt. Ich dachte kurz über die jugenhatz nach, darüber Deutschland und andere Länder in einen Blutigen Konflikt ob der eine oder der andere Wahn besser ist gestürzt zu haben der bis heute andauert... aber ich habe ganz am Ende was gefunden, daß wir Luther positiv anrechnen können: Die Bibelübersetzung in das Deutsche war ein großer Schritt vorwärts für die Aufklärung, weil fortan jeder den Blödsinn direkt lesen und die Stirn runzeln konnte.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon Darth Nefarius » Sa 29. Sep 2012, 09:07

Lumen hat geschrieben: Leute sagen, der Kommunismus oder Nationalsozialismus seien "atheistisch" , was —wenn das stimmte— zu der völlig absurden Situation führen würde, dass auch Radfahren, Jazzmusik usw. "atheistisch" sind

Und wo soll da der Zusammenhang sein? Und offensichtlich fehlt dir die Fähigkeit zu lesen. Was du da versuchst zu erklären, habe ich versucht stine klarzumachen: Atheismus umfasst nicht alles, was nicht mit Theismus oder Deismus zu tun hat.
Lumen hat geschrieben:Die, die keine Götter haben sind faktisch atheistisch, aber die intendierte Zuschreibung ist manipulativ, denn ein Atheist hat sich ja nicht für jede beliebige Ideologie eingetragen, die zufälligerweise keine Götter enthält. Der Trick besteht darin, Atheismus mit stark negativen Begriffen zu assozieren.

Das ist mir völlig klar, deswegen habe auch nicht ich das geschrieben:
stine hat geschrieben:Da ist es wieder: Wenn kein Gott im Spiel ist, dann ist es gottlos!

Sondern das:
Darth Nefarius hat geschrieben:Das ist riesiger Bullshit! Ein nicht religiös motivierter Mord ist dadurch nicht zwangsläufig atheistisch motiviert, sondern durch Eifersucht, Habgier, heimtücke, Verdeckung einer Straftat oder dergleichen. Es gibt Bereiche der Motivation, die jenseits von Glaube oder Nichtglaube stehen.

Dir fehlt wirklich die Fähigkeit zu lesen. Bevor du dich auf mich einschießt, solltest du mal versuchen wenigstens die 2 Kommentare vor meinem zu lesen. Ansonsten bist du eine Antwort nicht wert. Sogar Zappa war in der Lage, halbwegs genau zu lesen.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon ujmp » Sa 29. Sep 2012, 12:01

Ich möchte Luthers Anisemitismus nicht verteidigen, aber er hatte immerhin einen bemerkenswert kritischen Geist mit einem unglaublichen Mut zu einer eigenen Meinung. Er hat dadurch maßgeblich zum Zusammenbruch der kirchlichen Allmacht beigetragen. Es gibt in jeder Epoche nur wenige Menschen, die sich so etwas trauen.
In den Punkt des Antisemitismus ist er nur leider mental im Mittelhalter steckengeblieben.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon mat-in » Sa 29. Sep 2012, 12:29

Im Mittelalter steckengeblieben zählt in dem Zusammenhang leider nicht als Ausrede, er ist für diese Attacken auch von Zeitgenossen heftig kritisiert worden.
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Re: Luther, ein antisemitischer Psychophat

Beitragvon emporda » Sa 29. Sep 2012, 12:51

stine hat geschrieben:Es spielt keine Rolle ob jemand glaubt oder nicht glaubt, es spielt aber eine Rolle, wenn jemand glaubt, dass er nicht gläubig ist.
Es spielt aber ein große Rolle, ob ich jemanden etwas schulde der real existiert, oder jemanden irreal als Resultat einer Einbildung, was generell unter krankhafte Wahnvorstellung einzuordnen ist.

Oder kennst Du irgend einen Existenz-Beweis für einen der über 3000 Götter, die in derzeit 4350 Religionen angebetet werden. Sollte Dir so ein Beweis gelingen, was ist mit den Milliarden Einfaltspinseln, welche die 2999 falschen Götter angebetet und damit die Arschkarte gezogen haben.

Trotz Dauerbeten ein Leben lang und kaufen von sauteuren Platzkarten fürs Paradies kommen sie gleichzeitig in 2999 verschiedene Höllen, denn jede Religion hat ganz explizit direkt vom himmlischen Zombie die Nachricht, nur in seiner Religion erlangt man die ewige Glückseligkeit und darf erst einmal 1 Jahrtausend lang auf Wolke 7 die Harfe klimpern.
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