Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus


Beitragvon Klaus » Sa 31. Mär 2007, 21:32

Die müssen dran glauben, weil sie als die Vertreter des Christlichen Westens angesehen werden.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Je

Beitragvon 1von6,5Milliarden » So 1. Apr 2007, 11:49

taotne hat geschrieben:Ebenfalls interessant zu lesen.
Findest du?
Ja, stimmt schon. Feindsender hören ist durchaus interessant, nur man sollte bei Propaganda vorsichtig sein (gilt in alle Richtungen).
Ob Kim Jong-Il tatsächlich alle Christen Koreas einsperren hat lassen, mag ich aber bezweifeln (nach 60 Jahren Stalinismus).
200.000 Personen entsprechen ungefähr allen Christen Nordkoreas. (0,9 % von 22 Millionen)
Soll nicht bedeuten, ich hielte es für unmöglich, aber die Spanne zwichen 100.000 und 200.000 ist so groß, dass die Meldung an und für sich unglaubwürdig ist.

Auch wenn niemand(!) wegen seiner Religionszugehörigkeit inhaftiert oder gar getötet werden sollte.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon Twilight » So 7. Dez 2008, 12:20

Der Gulli wärmts nochmal auf:
http://www.gulli.com/news/religion-derz ... 008-12-07/

Basierend auf einer Statistik, aufgestellt von Open Doors ist neben Nord-Korea und diversen islamischen Ländern Indien ganz neu in der Liste der gefährlichen Gebiete aufgetaucht, seit dort einige Christen des Mordes an einem hinduistischen Geistlichen beschuldigt wurden.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon 1von6,5Milliarden » So 7. Dez 2008, 17:52

Netter tendenziöser Hetzbericht.

Das Pamphlet suggeriert, es ginge gegen Christen, dies ist so aber falsch.
"Insgesamt droht in neun Staaten Moslems, welche zum Christentum übertreten wollen, die Todesstrafe."
Es droht demjenigen (in einigen extremistischen Fundistaaten) die Todesstrafe die dem Islam abschwören wollen, nicht Personen die zum Christentum (von irgendwas anderem) übertreten wollen.
Es geht also nicht um den Eintritt ins Christentum, sondern um den Austritt aus dem Islam. Macht die Sache nicht gut, aber zeigt welches Kind da spricht.
Der Urheber (Open Doors) ist ein "christliches" Missionierungswerk.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon Twilight » So 7. Dez 2008, 22:46

1von6,5Milliarden hat geschrieben:Das Pamphlet suggeriert, es ginge gegen Christen, dies ist so aber falsch.
"Insgesamt droht in neun Staaten Moslems, welche zum Christentum übertreten wollen, die Todesstrafe."

Die Kerninformation als solche ist zumindest enthalten. Natürlich ist er tendenziös, auch wenn ich nicht so weit gehen würde, den Bericht als Hetze zu bezeichnen. Er stammt immerhin von einer, ich sag mal Interessengemeinschaft, die sich angegriffen fühlt. Dass es eher zu suboptimalen Ergebnissen führt, in einer Gesellschaft Andersartigkeit zur Schau zu stellen, ist normal.
Ich dachte, ich "öffne" mal eine andere "Tür": Die Abwendung von einer Religion bereitet Freidenkern weltweit Probleme. Mit ein paar Euro Verwaltungsgebühr liegen wir in Europa noch relativ gut. ^^;

Zitat richtig gestellt. 1von6,5Milliarden
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon 1von6,5Milliarden » Mo 8. Dez 2008, 08:34

Twilight hat geschrieben:
Twilight hat geschrieben:Das Pamphlet suggeriert, ...

Die Kerninformation als solche ist zumindest enthalten.

Wie schaffst du es, wenn du mich zitierst, dich selber als Urheber reinzuschreiben? :santagrin: (ich habe es korrigiert)

Und nein, die Kerninformation ist falsch - so sehe ich dies jedenfalls.
Die Missionare behaupten, Christen würden mit dem Tode bedroht, richtig ist aber, dass Ex-Moslems mit dem Tode bedroht werden (auch wenn darunter Christen sein dürften).
Es ist unabhängig von dem Glauben, den die Bedrohten zu diesem Zeitpunkt dann haben, entscheidend ist, dass sie dem Islam nicht mehr angehören wollen. Als Kernaussage stellen die aber eben den (christlichen) Glauben und nicht den Menschen hin. Dass auch andere Ex-Moslems (teilweise . es ist ja nicht überall so) mit dem Tode bedroht werden, interessiert den bigotten Haufen wohl nicht. Man könnte sagen, typisch christlich und passend zur Weihnachtszeit.

Übrigens konvertieren nicht wenige (z.B. koptische) Christen kurzzeitig zum Islam um sich scheiden zu lassen und wollen danach wieder zurückkonvertieren. :kg:
(und wurden auch schon von Fanatikern mit dem Tode bedroht).

Und ein ordentlicher Beleg für die Zahlen fehlen wie selbstverständlich.
Dein Link zeigt übrigens eine weitere Freundlichkeit der Weltsicht dieser Figuren: Es interessieren tatsächlich nur Christen, ob andere Menschen verfolgt oder gar umgebracht werden, interessiert eigentlich nicht weiter, ich habe auch nichts gefunden, was gegen Mord aus religiösen Motiven spricht, wenn die Mörder Christen sind.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon stine » Mo 8. Dez 2008, 11:54

1von6,5Milliarden hat geschrieben:...ich habe auch nichts gefunden, was gegen Mord aus religiösen Motiven spricht, wenn die Mörder Christen sind.
Da wirst du auch nichts finden, denn wer mordet ist vielleicht Katholik oder evangelikaler Bibeltreuer aber mit Sicherheit kein Christ, im Sinne von christlich! :^^:

LG stine
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon Twilight » Mo 8. Dez 2008, 14:41

1von6,5Milliarden hat geschrieben:Und nein, die Kerninformation ist falsch - so sehe ich dies jedenfalls.
Die Missionare behaupten, Christen würden mit dem Tode bedroht, richtig ist aber, dass Ex-Moslems mit dem Tode bedroht werden (auch wenn darunter Christen sein dürften).


Hm. Wahrscheinlich hast du recht, jetzt wo ich noch ein bisschen drüber nachgedacht habe. Anfangs hatte ich es jedenfalls so verstanden, wie du meintest, dass es richtig sein müsste, eben dass es hauptsächlich um Islamische Konvertiten geht. Nur die Sache in Indien sieht eben etwas anders aus. Obwohl es den dortigen Christen auch nicht anders geht als zahlreichen anderen, ebenfalls unterdrückten Gruppen in anderen Ländern.
Im Endeffekt macht es noch nicht mal einen Unterschied, ob religiöse oder ethnische Unterschiede die Basis der Konflikte sind. Wenn Hominide Krieg führen wollen, dann findet sich immer ein Grund. Der bisher ehrlichste ist mir bei Schimpansenhorden aufgefallen: Die andere Gruppe ist anders, also wird gekämpft und getötet bis zum geht-nicht-mehr.
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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon stine » Mo 8. Dez 2008, 15:34

Twilight hat geschrieben:Im Endeffekt macht es noch nicht mal einen Unterschied, ob religiöse oder ethnische Unterschiede die Basis der Konflikte sind. Wenn Hominide Krieg führen wollen, dann findet sich immer ein Grund. Der bisher ehrlichste ist mir bei Schimpansenhorden aufgefallen: Die andere Gruppe ist anders, also wird gekämpft und getötet bis zum geht-nicht-mehr.
Eben.
Ein Grund findet sich immer, wenn einer gesucht wird.

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Re: Christenverfolgung: 175.000 Tote im Jahr, weil sie an Jesus

Beitragvon BglBttr » Mo 8. Dez 2008, 18:24



Sehr interessant, wie sich abergläubige gegenseitig verfolgen. Und ein völlig neues Konzept - Christenverfolgung, Diskriminierung, ich packe gerade mein Geraffel zum Krieg gegen Weihnachten.

Hier ist auch interessantes Lesen:
http://www.scribd.com/doc/3176051/Desch ... ristentums

Alles Ausnahmen, Fanatiker und Extremisten, immer.
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