Vollbreit hat geschrieben:Wenn das so wäre, würde ich es wohl auch so nennen.
Aber ist es so? Sind für einen katholischen Ingenieur alle Fragen beantwortet und sucht der nicht mehr weiter? Ist ein evangelischer Philosoph bereits über jede Frage erhaben? Hat ein muslimischer Architekt keine Fragen ans Leben mehr? Oder ein buddhistischer Mathematiker?
So ist es ja auch, zumindest ist das die selbstzufriedene Haltung vieler Menschen. Und die Kombinationen, die du aufzählst, sind nicht in der Mehrheit der religiösen Gemeinden, mach dir keine Illusionen. Ich kann schon jetzt im Studium die Religiösen und Gläubigen an einem Finger abzählen.
Vollbreit hat geschrieben:Nonsens² hat geschrieben:Ich nehme an dem Großteil bleibt aufgrund mangelnder Bildung der Weg zu weniger simplen Sinnalternativen versperrt.
Andere mögen verzweifelt sein, oder folgen dem Gruppenzwang, oder, oder, oder...
Und ja, einige sind halt auch einfach doof
Das klingt doch schon differenzierter.
In Deutschland ist es so, dass die gläubigen Christen gebildeter und wohlhabender sind als die Atheisten.
Hier sind eher die Ungebildeten und Abgehängten atheistisch.
Bei den deutschen Migranten islamischen Hintergrunds sieht es genau anders herum aus, die weniger Wohlhabenden und Gebildeten sind gläubig, die Atheisten sind hier in beiden Bereichen deutlich besser dran, Chr. Pfeiffer und andere haben das untersucht.
????? Wo hast du das bitte entnommen? Sind da die Ossis miteinbezogen? Wie gesagt, ich kenne aus eigener Erfahrung unter Akademikern nicht 2 Gläubige. Ist klar, dass das ein "Christian" untersucht hat.
Vollbreit hat geschrieben:Was fängt man nun damit an? Nun, die Doofen werden mit den Doofen nie auf einen grünen Zweig kommen. Aber sie folgen simplen Strickmustern und sie sind gut führbar. Wesentlich entscheidender als das eigene Nachdenken, ist hier vermutlich die Prägung.
Aber die Intelligenten könnten mit den Intelligenten einen Dialog führen.
Und da würde ich mal langsam damit beginnen, vom hohen Ross herunter zu kommen und auch mit gemäßigten Religiösen in einen Dialog einzusteigen.
Wenn Du die Frage gläubig oder nicht zur alles entscheidenden Frage für die Bewertung anderer Menschen hochstilisierst, dann bist Du einfach ein Fundamentalist. Das gilt für jede andere Frage auch: Fleischesser oder Vegetarier, Linker oder Rechter… die Realität ist komplexer.
Zum einen sollte man nicht jeder Statistik Glauben schenken und erstmal die Gründe für diese Ergebnisse nennen, wenn sie jemand ernst nehmen soll (und auch die Auswertung, Details, Details, Details...), das hohe Ross kommt nicht von ungefähr, Arroganz ist auch manchmal begründet. Die Prägung, der Einfluss der Umwelt ist nur für die Simplen entscheidend, weil das Nachdenken nicht ins Gewicht fällt. Die meisten Atheisten, die ich kenne, sind aus Abscheu der Religion Atheisten geworden, widerwertigen Regeln, unlogischem Glauben, die Prägung hätte aber sie und mich zu normalen Gläubigen erziehen müssen. Ich habe gesehen, wie diese Dialoge aussehen, da Paradebeispiel sind öffentlich rechtliche Talkshows bei Maischberger oder Anne Will. Die intelligentesten Vertreter der Religionen waren CSUler, Matussek und Nonnen, die nach einem Burn-Out ins Kloster geflüchtet sind. Auf der anderen Seite war Geißler, ein Schriftsteller und die Kalwass. Nein, diese Frage ist nicht entscheidend, das ist keine, aber sie ist von großer Relevanz und hilft das Gegenüber einzuordnen. Diese Einordnung muss nicht zwangsläufig "dumm" sein, ich erkenne darin eher Schwäche und Angst. Ja, die Realität ist komplex, um sie zu verstehen, muss man einzelne kausale Zusammenhänge betrachten.
Vollbreit hat geschrieben:Darth Nefarius hat geschrieben:Du formulierst die frage so, als dürfe man darauf nicht mit "ja" antworten, nun ich tue es. Ich habe viele Menschen als Primitivlinge entlarven können, sobald sie keine schlüssigen Antworten, sondern nur noch Aggression entgegensetzen konnten. Mir scheint die logische Antwort auf dieses Bedrüfnis Faulheit und Unfähigkeit, den eigenen Verstand einzusetzen, sowie Furcht vor der eigenen kausalen Verantwortung und der Konsequenzen einer sinnlosen und ungerechten Welt. Das ist nicht nur Dummheit, das ist Schwäche und Feigheit.
Toll, jetzt hast Du eine Provokation, durch drei, vier weitere ergänzt, und nun?
Du bist nun wahrlich kein geistiger Überflieger, sondern hast Dich als jemand erwiesen, der komplexere Gedanken schlicht nicht mehr nachvollziehen kann, das ist in zahlreicher Diskussionen klar zu erkennen, nur eben nicht für Dich. Das kompensierst Du mit einem Hang zu großer Selbstüberschätzung. Das ist aber auch eine Form der Aggression, auch wenn Dir das nicht bewusst ist.
Du willst mir etwas von Aggression erzählen, während du versuchst mich zu beleidigen?


