
Natürlich würde das zu unabsehbaren Folgen des Mikrokosmos führen, aber es wäre kostenlos.
tanjaw hat geschrieben:Wenn man tot ist, dann können einem doch die Organe auch egal sein, oder?? Warum dann nicht einem anderen Menschen das Leben retten??!!
stine hat geschrieben:Das sollte jeder drucklos für sich entscheiden dürfen.
stine hat geschrieben:Der zweite Grund ist zwar irrational aber dennoch nachvollziehbar: Der Mensch ist kein wandelndes Ersatzteilelager. Diese Tatsache entwertet den Menschen und stempelt ihn zur Sache ab.
Das wäre mE "humaner", als Lebenden das Recht auf ihre Organe abzuhandeln.Darth Nefarius hat geschrieben:Kurz: Warum sollte man die Leute überhaupt fragen, was mit ihren Organen nach dem Tod geschehen soll?
Das ist der Blick von der anderen Seite. Klar, beim Geben und Nehmen ist der Nehmer immer im Vorteil.Arathas hat geschrieben:Solange er wandelt, ist er potentieller Ersatzteileempfänger.
stine hat geschrieben:Das ist der Blick von der anderen Seite. Klar, beim Geben und Nehmen ist der Nehmer immer im Vorteil.
stine hat geschrieben:Das wäre mE "humaner", als Lebenden das Recht auf ihre Organe abzuhandeln.Darth Nefarius hat geschrieben:Kurz: Warum sollte man die Leute überhaupt fragen, was mit ihren Organen nach dem Tod geschehen soll?
LG stine
stine hat geschrieben:Diese Tatsache entwertet den Menschen und stempelt ihn zur Sache ab. Warum regen sich Organspender so über das Wort "ausschlachten" auf? Was ist es anderes, wenn eine Leiche nach wiederverwertbaren Organen durchsucht wird?
Wer die medizinische Methode der Organspende für gut empfindet, darf auch ruhig über entsprechende Vokabeln nachdenken. Diese stammen vorläufug aus der Automobilbranche und aus dem Metzgerhandwerk.
stine hat geschrieben:Der dritte Grund ist die Selbstverständlichkeit mit der Medizin und Politik darüber entscheiden, wie an die Sache herangegangen wird. Jeder Bürger muss sich einmal im Leben Gedanken zur Organspende machen mit hoffentlich dem Ausgang, dass er ein schlechtes Gewissen hat, wenn er sich dem verweigert. Warum muss ein Bürger das?
Nanna hat geschrieben:Dürfen wir sie ausschlachten oder möchten Sie sie kompostieren?"
Nanna hat geschrieben:stine hat geschrieben:Diese Tatsache entwertet den Menschen und stempelt ihn zur Sache ab. Warum regen sich Organspender so über das Wort "ausschlachten" auf? Was ist es anderes, wenn eine Leiche nach wiederverwertbaren Organen durchsucht wird?
Wer die medizinische Methode der Organspende für gut empfindet, darf auch ruhig über entsprechende Vokabeln nachdenken. Diese stammen vorläufug aus der Automobilbranche und aus dem Metzgerhandwerk.
Na, in der Logik müssen wir dann aber auch konsequent von "Kompostierung" anstelle von "Beerdigung" sprechen. Wenn du so darauf aus bist, eine brutale Sprache aus politischen Gründen einzuführen, dann bitte auch mit gleichem Recht für alle. Dann muss der Arzt in Zukunft sagen "Ihre Verwandten sind bei einem Autounfall gestorben. Dürfen wir sie ausschlachten oder möchten Sie sie kompostieren?".
Ehrlich gesagt, da sind mir die respektvollen Euphemismen lieber. Angesichts schlimmer Situationen Contenance zu bewahren gehört für mich irgendwie einfach dazu zur Zivilisation.stine hat geschrieben:Der dritte Grund ist die Selbstverständlichkeit mit der Medizin und Politik darüber entscheiden, wie an die Sache herangegangen wird. Jeder Bürger muss sich einmal im Leben Gedanken zur Organspende machen mit hoffentlich dem Ausgang, dass er ein schlechtes Gewissen hat, wenn er sich dem verweigert. Warum muss ein Bürger das?
Ein Bürger muss viele Dinge, dafür ist er Souverän. Das Vorrecht mitzuentscheiden wird nunmal nicht in der verantwortungsfreien Version geliefert. Ich habe ja schon oben geschrieben, die Sache ist im Raum und dann muss sie auch zivilgesellschaftlich ausdiskutiert werden, genau wie Atomenergie, Gentechnik, Klimawandel, Managergehälter und Geschlechtergleichstellung. Ich kann nicht verlangen, einerseits Teil der Gesellschaft zu sein und von ihren zivilisatorischen und technischen Leistungen zu profitieren und andererseits allen damit verbundenen unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Was du über die Schulklassen in den Kliniken schreibst, ja, das ist emotionale Erpressung und sollte so nicht stattfinden. Aufklärungsarbeit im Unterricht muss aber sein, genauso wie Sexualkunde auch für Kinder verpflichtend ist, die mit dem Thema noch nicht so ganz klarkommen. Nicht aufgeklärt sein ist meist die schlimmere, weil im Ernstfall hilflosere Alternative. Ich würde erstmal im Religions- oder Ethikunterricht eine offene Diskussion beginnen. Einen möglichen Klinikbesuch könnte man ja optional und freiwillig anbieten.
stine hat geschrieben: Wenn mir mein Hausarzt sagt, diese oder jene Untersuchung dürfe er nicht mehr machen, das zahlt die Kasse nicht, das müsste ich dann selber tragen, andererseits ich aber von unnötiger Apparatemedizin höre, die nur eingesetzt wird, weil die Apparate da sind und die sich amortisieren müssen, dann liegt der Verdacht natürlich nahe, dass es sich bei der Gesundheitsmedizin um ein riesiges Wirtschaftsimperium handelt, das selbstverständlich nach Mittel verlangt.
stine hat geschrieben: Je teurer und aufwendiger ein Fall ist, umso begehrter im Krankenhaus. Das ist einer der Gründe, warum ich die Methode der Organverpflanzung nicht unterstützen mag.
stine hat geschrieben:Der zweite Grund ist zwar irrational aber dennoch nachvollziehbar: Der Mensch ist kein wandelndes Ersatzteilelager. Diese Tatsache entwertet den Menschen und stempelt ihn zur Sache ab.
stine hat geschrieben:Warum regen sich Organspender so über das Wort "ausschlachten" auf?
stine hat geschrieben:Jeder Bürger muss sich einmal im Leben Gedanken zur Organspende machen mit hoffentlich dem Ausgang, dass er ein schlechtes Gewissen hat, wenn er sich dem verweigert. Warum muss ein Bürger das?
stine hat geschrieben:Ich finde es immer noch eine makabre Überheblichkeit, wenn Schulklassen ins Klinikum eingeladen werden und man ihnen Patienten zeigt, die auf Organe warten und im Anschluss Spenderausweise verteilt. Da könnte ich ehrlich gesagt![]()
Und du wirfst mir Polemik vor?Zappa hat geschrieben:Darf ich meinem Kind nicht eine Niere spenden? (...) Schau Dir bitte mal die Patienten an, die auf der Transplantationsliste sind und wochenlang erbärmlich ersticken oder auf eine andere Art krepieren.
Es hat schon viel geringere Proteste für viel größere Aktionen gegeben. Ich sehe meinen Protest auch nicht als öffentliches Manifest. Das ganze Land scheint sich ja bei diesem Thema ansonsten einig zu sein.ganimed hat geschrieben:Ich würde es für sehr naiv halten, wenn jemand glaubt, Auswüchse der modernen Medizin stoppen, die Menschenwürde wiederherstellen und Entscheidungsfreiheit fördern zu können nur durch die Verweigerung seines "Ja" auf einem Organspendeausweis.
Und das sind dann selbstverständlich die richtigen Entscheidungen, die keinerlei finanzielle oder wirtschaftliche Vorteile ins Auge fassen?Zappa hat geschrieben:Welche Leistungen durch die Krankenkassen bezahlt werden, entscheidet in Deutschland ein überärztliches Gremium...
stine hat geschrieben:Es hat schon viel geringere Proteste für viel größere Aktionen gegeben.
stine hat geschrieben:Und du wirfst mir Polemik vor?Zappa hat geschrieben:Darf ich meinem Kind nicht eine Niere spenden? (...) Schau Dir bitte mal die Patienten an, die auf der Transplantationsliste sind und wochenlang erbärmlich ersticken oder auf eine andere Art krepieren.
stine hat geschrieben:Wieviele Menschen müssen sterben, weil selbst eine Organspende für sie nicht mehr lebensverlängernd ist?
stine hat geschrieben:Sollen künftig Menschen überhaupt noch sterben müssen?
stine hat geschrieben:Wieviele Organe darf man im Notfall austauschen, damit ein Mensch später stirbt, als es sein Körper sonst vorgesehen hätte?
stine hat geschrieben:Und das sind dann selbstverständlich die richtigen Entscheidungen, die keinerlei finanzielle oder wirtschaftliche Vorteile ins Auge fassen?Zappa hat geschrieben:Welche Leistungen durch die Krankenkassen bezahlt werden, entscheidet in Deutschland ein überärztliches Gremium...
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