Vollbreit hat geschrieben:Undnochngedicht:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... en/seite-1
Das trägt nichts Neues zur Diskussion bei, diese Meinungen gibt es, sie weichen aber dem Sachverhalt aus, bringen keine Argumente.
Vollbreit hat geschrieben:Undnochngedicht:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... en/seite-1
Vollbreit hat geschrieben:Nun hast Du aber nicht das GG formuliert und das gibt es eben der Artikel 4:Das Grundgesetz hat geschrieben:Art 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein
Bundesgesetz.
http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf
Ein hohes Gut an recht zentraler Stelle, wat nu?
Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.
Ich sehe da eine Bestätigung des Beschneidungsverbots. (1) freiheit des Glaubens (des Kindes) über (2) Ungestörte Religionsausübung (Der Eltern). Aber ich denke da wohl zu Laienhaft.blauregen hat geschrieben:Das Grundgesetz hat geschrieben:Art 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein
Bundesgesetz.
http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf
Ein hohes Gut an recht zentraler Stelle, wat nu?
Vollbreit hat geschrieben:Ja, das Recht wird ja interpretiert, wie Du vermutlich besser weißt, als die meisten anderen hier.
Vollbreit hat geschrieben:Es gilt abzuwägen was höherwertig ist.
Ich denke nur, die Würfel sind längst gefallen.
mat-in hat geschrieben:Ist das eigentlich noch jemand aufgefallen, das Religionsfreiheit - in ihrer Auslegung nicht als Freiheit von Zwang zur Religion, sondern als Recht auf freie Religionsausübung - mit so gut wie allen Grundrechten konkurriert und sich reibt? Redefreiheit? Gotteslästerung! Glaubensfreiheit? Aber sicher, und wenn es nicht mein Glaube ist muß ich dich (mit Gewalt) bekehren! Gleichberechtigung von Mann und Frau? LOL! Tierschutz? Ich will aber schächten! Körperliche Unversehrtheit? Du Nazi! Wie kannst du körperliche Unversehrtheit verlangen, gegen Gottes Gebot! .......
Ist der "positive" Teil von Religionsfreiheit nicht mit Gewissensfreiheit, Glaubensfreiheit abgedeckt? Brauchen wir auch die "Narrenfreiheit nach Religiösen Gesetzen"?
Die Zeit hat geschrieben:Manche dieser Verteidiger halten es schon für einen "unglaublichen Vorgang", in der Abwägung zwischen dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und der Religionsfreiheit sowie dem Erziehungsrecht der Eltern letzteren den Vorrang zu geben. Dabei nehmen eine solche Abwägung gleichrangiger, gleichwertiger Grundrechte fast täglich deutsche Gerichte und erst recht das Bundesverfassungsgericht vor. Das wird am Ende, wie es aussieht, auch diese Frage entscheiden.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... en/seite-1
Vollbreit hat geschrieben:Wenn wir kein Grundrecht auf freie Religionsausübung hätten, wäre die Sache klar. Wir haben aber eines. Also muss abwogen werden, juristisch der normalste Vorgang der Welt.
Oder es gibt, wie blauregen sagt, ein Gesetz, was Beschneidungen ausdrücklich erlaubt, dann ist die Sache wieder klar.
Vollbreit hat geschrieben:Wenn Du mal ein gesellschaftliches Binnenexperiment starten willst, z.B. hier im Forum, bitte doch einfach mal darum, dass man Dir die Begründung dafür gibt, warum unsere Werte die besseren sind.
Du wirst – so meine Prognose – Dich wundern, wie schnell man einerseits gegenseitige Bekundungen erntet, dass man über solche Dinge doch wohl nicht ernsthaft zu reden braucht, aber wenn man dann fragt, was genau diese, unsere Ansichten eigentlich prinzipiell besser macht, wird es … tja, interessant.
Vollbreit hat geschrieben:Wenn wir kein Grundrecht auf freie Religionsausübung hätten, wäre die Sache klar. Wir haben aber eines. Also muss abwogen werden, juristisch der normalste Vorgang der Welt.
Vollbreit hat geschrieben:Die Frage wird von Christen und Moslems durchaus anders bewertet und anders beantwortet.
Wie geht „man“ richtigerweise mit Kritik um, das ist die Frage die dahinter steht.
Für uns ist das relativ klar, weil wir durch unsere Werte geprägt sind. Aber ist das nun ein vernünftiger oder einfach ein chauvinistischer Standpunkt, der behauptet, dass unsere Normen und Werte immer und überall die besseren sind?
Vollbreit hat geschrieben:Ich keinem Fall sollten die Rechte einer religiösen Gruppe über unsere Rechte dominieren, nur bin ich der Meinung, dass man religiöse Gruppen auch sanft zur Kooperation drängen kann, da sich zeigt, dass sie sich eben anpassen können.
Vollbreit hat geschrieben:Dazu müssen wir einfach klar machen, wo für uns die Grenzen liegen und diese rechtlich und moralisch klar formulieren und dazu stehen.
Vollbreit hat geschrieben:Mir wäre es lieber sog. „Ehrenmorde“, die ausufernde Gewalt gegen Frauen, die sich von Religon und/oder Familie anwenden oder die häusliche Gewalt[...] wäre entschieden geächtet.
Vollbreit hat geschrieben:Ich bin nicht für Appeasement, aber gegen unnötigen Streit, bei dem man dann am Ende nur eine schlechte, oder eine schlechte Figur machen kann.
Feridun Zaimoglu hat geschrieben:Für fünf Minuten Ruhm tut ein Glaubensfeind fast alles. Die Anbetung des Herrn ist in seiner Welt nicht vorgesehen. Sein Konzept: Raumhygiene. Seine Waffen: das giftgeifernde Wort, die Unterstellung, die bloße Behauptung, Selbstbesoffenheit. Die heutigen Akteure der Religionskritik sind Profilneurotiker. Sie wollen abschaffen, verfolgen, zerstören, verunglimpfen, zensieren. In einem säkularen Staat dürfen keine Partei und keine Anschauungsschule den Unfrieden wagen. Die Beschneidung ist eine Prophetenvorgabe und damit nicht verhandelbar. Der Gläubige glaubt. Der Liberale biegt und beugt, bis die Gottesliebe zur bloßen Ideentapete verkommt.
Feridun Zaimoglu hat geschrieben:Dem Gläubigen ist die Liebe des Herrn versprochen. Und doch hat er sich der Welt nicht entfremdet. Er steht als lächerliche Figur nicht selten im Speichelregen des Spotts. Was kann er tun? Gott anbeten. Grinsen, wenn man in ihm einen Schurkenbürger sieht.
Feridun Zaimoglu hat geschrieben:Die Beschneidung ist eine Prophetenvorgabe und damit nicht verhandelbar.
webe hat geschrieben:Aber Religion darf nicht zum Unterdrücker werden, in Bildungsstätten und in anderen neutralen Zonen Anderstdenkende missionieren, sei es Medien und Staatsfeste.
webe hat geschrieben:Muslime, Christen und Juden widersprechen und stellen sich selbst in Frage, schon alleine mit ihrer Figur Jesus, ob er nun Gottes Sohn ist oder nicht.
webe hat geschrieben:Wenn die staatliche Unterstützung in Neutralität sich umwandeln würde, wäre der Stand dieser Religionen ein Anderer als der Heutige.
webe hat geschrieben:Nicht der Religiöse braucht den staatlichen Schutz, sondern der Anderstdenkende, denn er ist das Freiwild für jene Kräfte: Siehe religiöse Kindergarten, religiöse Feiern wie Konfermation, Beschneidung und dergleichen!
Vollbreit hat geschrieben:Und wenn mal ein selbstbewusster und wortgewandter Gläubiger kommt, der nicht gleich beim Anblick einer Statistik oder beim ersten „Bu“ einnässt, dann ist das gleich ein Bösewicht, der nicht diskutieren will?
Vollbreit hat geschrieben:Was erwartet ihr? Einen Kotau aller Gläubigen, verbunden mit dem Dank, dass ihr ihnen die Welt erklärt? Die Geste, die von vielen Brights ausgeht, bis hinauf in die Spitze der Organisation ist – und hier muss ich Dich, Nanna, ausdrücklich ausnehmen –, ist Arroganz, gepaart mit der Bekundung an einer Diskussion absolut kein Interesse zu haben.
Vollbreit hat geschrieben:Wie um alles in der Welt soll ein Gläubiger darauf reagieren, wenn ich mit Verstörung und Abneigung? Da sitzen ein paar Leute rum, die sich über das beömmeln, was anderen heilig ist.
Damit nicht genug, beömmeln sie sich auch noch über die Leute denen das heilig ist.
Was genau soll der Durchschnittschrist oder der Durchschnittsmoslem oder der Durchschnittsjude denn eurer Meinung nach tun?
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