Shendao hat geschrieben:Als Personalmanager eines Unternehmens mit derart kollidierenden Einstellungen
Nanna hat geschrieben:Och, kannst du gerne haben.
ujmp hat geschrieben:Der Vergleich passt nicht zu unserer Gesellschaft, er passt in eine Diktatur, wo der Diktator der "Personalmanager" ist. Das verordnete Zusammenleben unter Zwang scheint manchmal zu funktionieren. Aber im Irak kann man sehen, was passiert, wenn der Zwang plötzlich weg ist, dann kommen die Konflikte erst so richtig zu Geltung. Die Beteiligten sollten irgendwie zu einer freien Lösung kommen, also eine, der sie von sich aus zustimmen, mindestens, weil ihnen keine bessere Lösung einfällt.
ujmp hat geschrieben:Ich denke, das Konflikte ausgetragen werden müssen, im besten Fall durch Diskussion. Es gibt einen Weltanschaulichen Konflikt zwischen dem "westlichen" Lebensstil und dem Islam. Die Angleichung der Anschauungen wird m.E. asymmetrisch ausgehen (als alter Ossi hab ich mit sowas leben gelernt, kann man verkraften). Die Menschen, die hier her kommen, wollen das, was wir hier haben, sonst würden sie ja zu Hause bleiben. Sie müssen sich halt auch selbst die Frage stellen, wieviel alte Heimat sie wirklich mit hier her bringen wollen.
Das kannst du auf alles anwenden, ich nenne das konservativ.ujmp hat geschrieben:...aber die Geringschätzung für alles, was "Osten" war und ist, kränkt schon gelegentlich, besonders, wenn man Osten und Westen kennengelernt hat und versteht, dass vieles im Westen nur heiße Luft ist und man für vieles im Osten auch eine westliche Karrikatur findet.
Und wir möchten unsere Werte behalten. Wir sind genau deswegen hiergeblieben.Shendao hat geschrieben:Die möchten hier leben und ihre Werte behalten.
stine hat geschrieben:Das kannst du auf alles anwenden, ich nenne das konservativ.ujmp hat geschrieben:...aber die Geringschätzung für alles, was "Osten" war und ist, kränkt schon gelegentlich, besonders, wenn man Osten und Westen kennengelernt hat und versteht, dass vieles im Westen nur heiße Luft ist und man für vieles im Osten auch eine westliche Karrikatur findet.
ujmp hat geschrieben:Islam und zugleich eine freie Gesellschaft sind nicht ohne Abstriche zu haben.
ujmp hat geschrieben:Was wollen die Leute in Nordafrika? Wie es zur Zeit aussieht, den Westen, zumindest gewisse Errungenschaften des Westens, die ihnen aus der Ferne vorteilhaft scheinen.
ujmp hat geschrieben:Was wollen wir vom Islam? Teppiche, Öl, und, und, und (). Und nauürlich spirituellen Frieden:
ujmp hat geschrieben:Vermutlich nervt es Muslime genau so, wenn sie als Islamisten abgestempelt werden, wie es mich nervt, wenn man gleich als Stasiseilschaft dasteht, nur weil man ein paar faire Worte über die DDR verliert.
stine hat geschrieben:Und wir möchten unsere Werte behalten. Wir sind genau deswegen hiergeblieben.Shendao hat geschrieben:Die möchten hier leben und ihre Werte behalten.![]()
Nanna hat geschrieben:Ich glaube, den rasanten Wertewandel der letzten Jahrzehnte haben "wir" ganz gut ohne "die" Muslime hinbekommen. Und "wir" sind auch nicht hiergeblieben, "wir" haben die halbe Welt in den letzten 200 Jahren "besucht" und dort versucht, unsere "Werte" zu hinterlassen, erst mit Kanonenbooten, später mit Flugzeugträgern. Bevor wir "den" Muslimen so scheinheilig vorwerfen, dass sie "uns" überrennen würden, sollten wir uns mal wieder ein bisschen vor Augen halten, wie sehr wir zuvor andere Teile der Welt mit unseren Wertvorstellungen überzogen haben.
Richtig! Aber beides zusammen beinhaltet auch beides. Und je nachdem welche Seite gerade notwendig ist sie anzusprechen, kann man sich nicht dann einfach wieder zurückziehen und behaupten diese eine, unpopuläre Seite wäre nicht notwendig.Nanna hat geschrieben:Es geht nicht um entweder Islamkritik ODER Zugehen auf Muslime, es geht darum, dass beides zusammen versucht werden muss.
Shendao hat geschrieben:Warum beschwert sich niemand darüber, dass Christen heutzutage keine Hexenjagden veranstalten und mehr humanistisch als alles andere geprägt sind?
Genauso wie die Christen weichgespült wurden, muss das auch mit den Muslimen gehen und wenn das nicht möglich sein sollte, dann muss klar gemacht werden, dass religiöse menschenverachtende Verhaltensweisen hier einfach nicht willkommen sind. Und das ist sicherlich keine Alleinmeinung meinerseits.Shendao hat geschrieben:Die haben sich nicht freiwillig modernisiert.
Diese Dichotomie entsteht ja nur dadurch, dass niemand wirklich Stellung beziehen darf. Dadurch, dass bekannte Probleme kleingeredet werden, kocht die Volksseele erst so richtig hoch. Würde man endlich öffentlich zugeben, dass es kulturelle Probleme gibt, dann könnten sich die Eiferer auch zufrieden geben.Nanna hat geschrieben:...bitte keine künstliche Dichotomie konstruieren...
Shendao hat geschrieben:Warum beschwert sich niemand darüber, dass Christen heutzutage keine Hexenjagden veranstalten und mehr humanistisch als alles andere geprägt sind?
stine hat geschrieben:Diese Dichotomie entsteht ja nur dadurch, dass niemand wirklich Stellung beziehen darf. Dadurch, dass bekannte Probleme kleingeredet werden, kocht die Volksseele erst so richtig hoch. Würde man endlich öffentlich zugeben, dass es kulturelle Probleme gibt, dann könnten sich die Eiferer auch zufrieden geben.Nanna hat geschrieben:...bitte keine künstliche Dichotomie konstruieren...
Und woher weißt du, dass die Aufzählung deiner Problemzonen keine aufgebauschte Pressearbeit ist?Nanna hat geschrieben:- den innerfamiliären Problemen deutscher Familien, wo es nach wie vor in großen Zahlen Gewalt und Misshandlungen gibt
- dem Klimawandel, drohendem Ressourcen- und Energiemangel
- dem ungerechten Bildungssystem
- dem Problem der wachsenden Einkommensungleichverteilung
- der Ungleichbehandlung von Frauen und Personen mit Migrationshintergrund, seien sie noch so aufrecht demokratisch und gut integriert
- die Finanzkrise, ein dröges Thema, das aber wirklich das Zeug hat, eine Zeitenwende einzuläuten
musicman hat geschrieben:Shendao hat geschrieben:Warum beschwert sich niemand darüber, dass Christen heutzutage keine Hexenjagden veranstalten und mehr humanistisch als alles andere geprägt sind?
Das stimmt so nicht, schau Dir mal die Radikal oder Fundiatheisten (siehe Liste) hier an, die sind schon fast stinkig darüber, dass die Christen es nicht machen, denn eigentlich müssten sie es, steht so in ihrem Programm, sie werfen es den Christen geradezu vor, dass sie nicht bibeltreu sind - Sauerei
![]()
musicman
Das alles heißt nicht, dass wir unsere Prinzipien verraten müssen, aber wir sollten etwas weniger arrogant auftreten und anderen Völkern oder Migrantenmilieusmit ungünstigerer Vergangenheit nicht permanent unter die Nase reiben, wie unterentwickelt sie ja sind und dass sie sich gefälligst zu assimilieren haben. Wie wäre es stattdessen mal mit einem beherzten Bekenntnis zur Integration von Ausländern? Denn es geht hier, denke ich, mehr um den Ton als um den Inhalt. Bei der Wahrung von Grundwerten sind wir uns doch sowieso alle einig.
Wenn es beispielsweise um die Etablierung von Demokratie in nichtdemokratischen Staaten geht, ist das etwas, was man von außen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger einführen kann, da lasse ich die Leute auch mal in Ruhe und sie selber Sachen rausfinden.
Nanna hat geschrieben:Darf ich das so verstehen, dass du annimmst, ein anderer gesellschaftspolitischer Rahmen würde dieses biologische Erbe (und weitere Unannehmlichkeiten menschlichen Verhaltens) wirksam neutralisieren?
Shendao hat geschrieben:[Die, zumindest von mir, gewünschte Lösung ist recht & simpel: Klares dazu stehen. Mehr ist es nicht. Auch nicht weniger, keine Nebelgranaten à la "wir müssen beide Seiten verstehen". Ja, müssen wir, aber was hat das mit einer klaren Positionierung zu tun?
(Das bedeutet u.a.: Die Meinungsfreiheit steht über jeder beleidigten Leberwurst).
Zurück zu Gesellschaft & Politik
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste