Myron hat geschrieben:Die Kinder profitieren bereits als Kinder von der Schutzimpfung, wohingegen sie nicht als Kinder von der Beschneidung profitieren – falls sie überhaupt jemals davon profitieren. Deshalb kann und soll so lange gewartet werden, bis sie 16 Jahre alt sind und selbst darüber entscheiden können.
Dissidenkt hat geschrieben:Von einem "irreversiblen körperlichen Eingriff" zu schwadronieren, ist pure Demagogie.
Dissidenkt hat geschrieben:Auch das Durchtrennen der Nabelschnur ist ein "irreversibler körperlicher Eingriff" oder wenn man so will eine "Körperverletzung", wie diejenigen gerne "argumentieren", die es nicht bei Polemik belassen, sondern bewusst verleumden wollen.
Dissidenkt hat geschrieben:Du darfst sie dir genau angucken und sagst mir dann, wer aus religiösen und wer aus medizinischen Gründen beschnitten wurde und welchen - wie auch immer gearteten - Nachteil der eine und der andere dadurch im Leben in Kauf nehmen mussten.
Darth Nefarius hat geschrieben:Das gleiche habe ich doch auch gerschrieben! Wozu sich wiederholen?
AgentProvocateur hat geschrieben:Die Nabelschnur hat nach der Geburt keine Funktion mehr. Sie ist schmerzunempfindlich und würde eh irgendwann abfallen. All dies gilt nicht für die Vorhaut.
AgentProvocateur hat geschrieben:Demagogie? Verleumdung?
Wenn jemand aus medizinischen Gründen beschnitten wurde, dann bedeutet das, dass ihm dadurch Nachteile erspart werden sollten, die er ohne die Beschneidung gehabt hätte. Bei religiösen Gründen gilt das nicht. Unterscheiden kann man das später durch reines Anschauen der beiden zwar nicht - aber was soll das für ein Argument sein? Man kann ebenso nicht unterscheiden zwischen zwei Leuten, die nur eine Hand haben, wobei dem einen die Hand aus medizinischen Gründen (z.B. Krebs) und dem anderen wegen Anwendung der Scharia, also als Körperstrafe, entfernt wurde.
Nanna hat geschrieben:@Dissidenkt:
Die religiöse Beschneidung mit (nichtmal guten...) medizinischen Argumenten zu rechtfertigen, das würde ich Demagogie, mehr noch, eine Verschleierung der wahren Motive, nennen....
Das stimmt eben so nicht. Bei einer medizinischen Indikation wird anders behandelt.Dissidenkt hat geschrieben:Ich rechtfertige gar nicht mit medizinischen Motiven, sondern zeige auf, dass der selbe Eingriff problemlos mit medizinischer Indikation vorgenommen werden kann und keinerlei Nachteile mit sich bringt, sondern die Vorteile, die man auch bei der angesprochenen medizinischen Indikation, erwarten kann.
Dissidenkt hat geschrieben:Mit diesem Vergleich hast du meine Einschätzung, dass es weiten Teilen der Kritik um Demagogie und Verleumdung geht, noch einmal ausdrücklich bestätigt.
Darüberhinaus kannst du auch keinen Nachteil anführen, der dem medizinisch oder religiös beschnittenen Mann später entsteht. Tatsächlich gibt es aber erwiesenermaßen Vorteile im medizinisch-hygienischen Bereich.
Dissidenkt hat geschrieben:Der ganze mediale Popanz und die Einmischung in innere Angelegenheiten religiöser Gruppen ist also in erster Linie als Bevormundung und autoritäre Einmischung einer Mehrheitsgesellschaft anzusehen.
Dissidenkt hat geschrieben:Ich rechtfertige gar nicht mit medizinischen Motiven, sondern zeige auf, dass der selbe Eingriff problemlos mit medizinischer Indikation vorgenommen werden kann und keinerlei Nachteile mit sich bringt, sondern die Vorteile, die man auch bei der angesprochenen medizinischen Indikation, erwarten kann.
Dissidenkt hat geschrieben:Kein Mensch käme auf die Idee, irgendeiner Religionsgemeinschaft die Diphterie-Impfung zu verbieten, wenn diese an Säuglingen nicht aus medizinischen, sondern rein aus einer obskuren religiösen Begründung heraus vorgenommen würde.
Dissidenkt hat geschrieben:AgentProvocateur hat geschrieben:Wenn jemand aus medizinischen Gründen beschnitten wurde, dann bedeutet das, dass ihm dadurch Nachteile erspart werden sollten, die er ohne die Beschneidung gehabt hätte. Bei religiösen Gründen gilt das nicht. Unterscheiden kann man das später durch reines Anschauen der beiden zwar nicht - aber was soll das für ein Argument sein? Man kann ebenso nicht unterscheiden zwischen zwei Leuten, die nur eine Hand haben, wobei dem einen die Hand aus medizinischen Gründen (z.B. Krebs) und dem anderen wegen Anwendung der Scharia, also als Körperstrafe, entfernt wurde.
Danke!![]()
Mit diesem Vergleich hast du meine Einschätzung, dass es weiten Teilen der Kritik um Demagogie und Verleumdung geht, noch einmal ausdrücklich bestätigt.
Dissidenkt hat geschrieben:Darüberhinaus kannst du auch keinen Nachteil anführen, der dem medizinisch oder religiös beschnittenen Mann später entsteht.
Dissidenkt hat geschrieben:Tatsächlich gibt es aber erwiesenermaßen Vorteile im medizinisch-hygienischen Bereich.
Dissidenkt hat geschrieben:Ich rechtfertige gar nicht mit medizinischen Motiven, sondern zeige auf, dass der selbe Eingriff problemlos mit medizinischer Indikation vorgenommen werden kann und keinerlei Nachteile mit sich bringt, sondern die Vorteile, die man auch bei der angesprochenen medizinischen Indikation, erwarten kann.
Dissidenkt hat geschrieben:Damit ist eigentlich alles gesagt, denn wenn du hier wirklich nichts vorzubringen hast, zählt das Recht auf freie Religionsausübung.
AgentProvocateur hat geschrieben:Doch, ich kann Nachteile anführen: das ist ein unnötiger (nicht im Sinne des Patienten) Eingriff in die körperliche Integrität, es wird ein funktionstüchtiges, empfindungsfähiges und sinnvolles Körperteil unwiderbringlich entfernt, es erzeugt starke Schmerzen, es kann schwere Komplikationen geben, auch Todesfälle, und es gibt Leute, die später psychische Probleme deswegen haben, siehe z.B. hier. All das könnte man vermeiden, wenn man auf die Beschneidung im unmündigen Kindesalter verzichtete.
"Die Zeit" schreibt darüber heute auch sehr vorsichtig. Ich nehme an, das Beschneidungsprinzip ist sehr viel vielschichtiger, als wir denken. Ein Kruzifix kann schon mal aus einem Klassenzimmer verschwinden und auch die Beschneidung der Mädchen wo immer sie kulturell stattfindet wird offiziell geächtet, aber ein Prozedere, das Männer weltweit als gruppenzugehörig kennzeichnet, das ist schon ein ganz anderes Kaliber. Hier geht es um mehr, als um Religion, hier geht es auch um das Menschenrecht irgendwo dazugehören zu wollen. Wenn es nur der muslimische Glauben wäre, so schreibt die Zeit, wäre das Thema wohl schneller abgehakt. Das hätte was von Kopftuchdebatte oder dem Gebetsteppich im Klassenzimmer.webe hat geschrieben:Der fundiereligiöse Sumpf frisst sich durch die Grüne, Linke, Unionsparteien, SPD und der Eigenen, der FDP.
webe hat geschrieben:[...] Der fundiereligiöse Sumpf frisst sich durch die Grüne, Linke, Unionsparteien, SPD und der Eigenen, der FDP. [...]
Der Bundestag will heute (Donnerstag) eine Resolution beschließen, in der die Regierung aufgefordert wird, ein Gesetz zur Legalisierung der Beschneidung vorzulegen. Union, FDP, SPD und Grüne sind gegen ein Beschneidungsverbot, die Linke ist als einzige Fraktion unentschlossen. [...] Religion: Fast die Hälfte der Deutschen für Beschneidungsverbot - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland ... 84089.html
Lumen hat geschrieben:Alle Parteien haben sich für eine Legalisierung ausgesprochen...
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