1von6,5Milliarden hat geschrieben:stine hat geschrieben:Wollen wir wirklich, dass nach jedem Unfall zu erst nach verwertbaren "Material" gesucht wird?
Zuerst nicht, aber wenn keine Verwundeten mehr versorgt werden müssen und kein Leben mehr direkt gerettet werden kann, dann halt indirekt durch Organspende. Wo ist da das bzw. dein Problem?
Mein Problem ist, dass ich einen Spenderausweis brauche, um eindeutig klar zu stellen, ob meine Organe verwertet werden können oder nicht. Mein Problem ist, dass das Geschäft mit dieser medizinischen Möglichkeit nicht mehr zu stoppen ist und dass es anscheinend einen gesellschaftlichen Gruppendruck gibt, dabei mitzumachen. Wer gegen Organtransplantationen ist, verhält sich anscheinend unsozial.
Unabhängig von der Möglichkeit, dass organgeschädigte Menschen somit ein längeres Leben haben können ist dieses Leben trotzdem meist nur unter ständiger Medikamenteneinnahme zu verlängern. Ob das "menschlich" ist, weiß ich auch nicht.
Ich finde einfach, dass viel zu schnell Euphorie dort zu spüren ist, wo man die Konsequenzen noch nicht einmal ahnt.
Andererseits werden Schreckensszenarien hochgeschaukelt, nur weil der Staat für ein Jahr Telefonverbindungen aufbewahren will.
Ich finde, dass jeder Fortschritt auch die Gefahr einer nicht mehr zu stoppenden Eskalation mit sich bringt. Und Organhandel ist sicherlich nicht der letzte Versuch das Wirtschaftsimperium "Gesundheit" sicher zu stellen.
LG stine