Shine hat geschrieben: [...]da der Mensch im Gegensatz zum Tier denken kann
Arathas hat geschrieben:Die Fähigkeit zu Denken (und ein Bewusstsein zu haben) ist ganz sicher nicht nur dem Tier Mensch gegeben […]Es wäre keine große Überraschung für mich, wenn viele andere Tiere neben dem Menschen ebenfalls einen Gottglauben entwickelt haben, die Veranlagung dazu haben sie: Schlagwort Pidgeon-Superstition.
Du hast recht. Ich meinte damit „über sich selbst nachdenken“. Wer Umgang mit Tieren hat, weiß, dass sie sehr lernfähig und durchaus intelligent sind. Ich bezweifle jedoch, dass sie fähig sind, über sich selbst – und somit über Gott – nachzudenken. Ich nehme daher auch nicht an, dass sie einen Gott-Glauben entwickeln. Ihnen ist diese Freiheit (meiner Meinung nach) nicht gegeben.
Zum Aberglaube der Taube (und sonstiger Lebewesen, Mensch eingeschlossen): Der Unterschied zum wahren Glauben liegt eben darin, dass Aberglaube Dinge assoziiert, die nichts miteinander zu tun haben.
Eine meiner Katzen klopft ans Fenster, wenn sie rein oder raus will. Als ich zum ersten Mal bemerkte, dass sie versuchte, mit Drücken das Fenster zu öffnen, habe ich ihr aufgemacht. Seither wiederholt sie dieses Verhalten, wenn sie dieses Bedürfnis hat, im Vertrauen darauf, dass ihr jemand aufmacht. Abergläubisch wäre sie, wenn sie das Klopfen ans Fenster allein mit dem Öffnen in Verbindung bringen würde, dass dies sozusagen auf magische Weise geschieht (obwohl es natürlich technische Möglichkeiten dafür gibt, wovon die Katze allerdings nichts weiß). Sie tut das aber in dem Raum, in dem sich jemand befindet und macht – falls notwendig – stärker auf sich aufmerksam, wenn man nicht sofort auf ihr Bedürfnis eingeht. Wenn meine Katze also ans Fenster klopft, weil sie raus will, hat sie Glaube IN ANDERE WESEN, der auf der ERFAHRUNG beruht, dass JEMAND auf ihr Bedürfnis eingeht. Zu diesen Wesen hat sie auch eine affektive Beziehung entwickelt.
(Meine beiden Katzen haben für ihre jeweiligen Bedürfnisse spezielle Verhaltensweisen für die sie umgebenden Menschen entwickelt. Z.T. wenden sie sich auch mit Lauten an die Personen, von denen sie etwas wollen, die sie aber „von Katze zu Katze“ nicht gebrauchen. Da sich die Menschen für ihre Begriffe wohl mit „Lauten“ verständigen, halte ich dies für ein Nachahmen der menschlichen Art zu kommunizieren. Tatsächlich benützen sie je nach Bedürfnis verschiedene Laute. Die Frage ist aber, wie weit sie wissentlich darüber nachdenken, sich dessen also bewusst sind, d. h. wissen, dass sie denken ...)
Arathas hat geschrieben:shine, du sagst, dass dem Menschen eine Intuition innewohne, die Gott für ihn erfahrbar machen kann, und du sagst selbst, dass Tiere noch deutlich mehr von Instinkten und Intuition geleitet werden als Menschen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass viele hochentwickelte Tiere wie Elefanten einen Gottglauben entwickelt haben, denn sie sind genau wie wir Menschen mit vielen Dingen konfrontiert, die sie nicht verstehen können, aber auf die sie sich irgendwie einen Reim machen müssen.
Ich weiß nicht ob und wie Tiere Gott erfahren. Aber sobald wir lernen, mit ihnen zu reden, können wir sie ja mal fragen...
Arathas hat geschrieben:Wenn der von Menschen instinktiv erfasste Gott also deiner Meinung nach existiert, wäre es dann nicht wahrscheinlicher, dass ein angenommener tierischer Götterglaube dem menschlichen überlegen ist und Gott viel genauer erfassen kann, da Instinkt und Intuition bei Tieren noch viel ausgeprägter sind? Wenn Elefanten tatsächlich gläubig sein sollten (ich halte die Wahrscheinlichkeit wie gesagt für gar nicht mal so niedrig), dann ist der von ihnen gespürte Gott (Ganesha?

) mit einer höheren Wahrscheinlichkeit "der echte Gott", bzw. näher dran am "echten Gott", als der von Menschen gespürte.
Vielleicht ist da was dran. Tiere wie Elefanten, Pferde und … Esel sind wahrscheinlich auch intelligenter als Menschen. Schließlich haben sie ja auch die größeren Köpfe … Bei soviel mehr an Materie, kann es wohl keinen Zweifel geben...
Arathas hat geschrieben:Gott wurde bisher weder in der Materie noch in der Nicht-Materie nachgewiesen. Von daher müsstest du schon beiden Möglichkeiten gleich viel Wahrscheinlichkeit einräumen, Gott zu enthalten. Woher weißt du so genau, dass Gott nicht materiell nachweisbar ist, wenn es ihn gibt? Erkläre bitte.
Weil man ihn nicht dort finden kann, wo er nicht ist und Mittel zur Suche anwendet, die nicht seinem Wesen entsprechen also dafür nicht geeignet sind.
Gott ist nicht Materie. KEINE Art von Materie! Also kann er auch nicht mit materiellen Mitteln nachgewiesen werden.