Freiheit - ein Hirngespinst

Was kann ich wissen? fragt Kant.
Ich denke, es ist DIE Frage unserer Zeit und vielleicht ist es die aufregendste und wichtigste Erkenntnis überhaupt, zu der der Menschen zur Zeit fähig sein können. Wie schwer uns die Einsicht fällt, ist in der aktuellen Diskussion immer wieder zu spüren. Wir weigern uns einzusehen, dass wir zwar komplexe, aber dennoch vollkommen determinierte Reiz-Reaktions-Systeme sind und dass es so etwas wie ein unbedingtes "Ich" und eine sogenannte "Freiheit" gar nicht geben kann.
Freiheit ist tatsächlich im Grunde genommen ein absurder Begriff im menschlichen Denken, der nur durch sein Gegenteil und immer nur im Bezug auf etwas Konkretes definiert werden kann.
"Die Freiheit" ist ein Hirngespinst!
Freiheit - wenn es sie gäbe - würde schon dadurch beschränkt, dass wir sie mit einem Wort bezeichnen und damit schon unmittelbar einschränken. Freiheit - wenn es sie gäbe - wäre frei von jedweder Materie oder Erfahrbarkeit. Freiheit wäre ein Nichts ohne Namen und ohne Existenz, das sich jedem Versuch der Vorstellung vollkommen entzieht. Freiheit ist vor der Geburt und nach dem Tod.
Das ausgerechnet der Mensch sich so sehr an diesen Begriff klammert, sagt uns vieles über die menschliche Psyche. Der Mensch, der als Sklave seiner Gene, seiner Sozialisation und seiner physischen Existenz nicht einmal entscheiden darf, ob er überhaupt geboren werden möchte, klammert sich an ein Hirngespinst, aus Angst der Wahrheit ins Auge zu schauen.
Wir sollten uns eine Weltsicht angewöhnen, die den Begriff "Freiheit" nur sehr streng in konkreten Zusammenhängen verwendet. Ich kann r e l a t i v frei sein von Einschränkungen meiner Bewegungsfreiheit. Ich kann r e l a t i v frei sein von physischen oder psychischen Einschränkungen meines Denkens und Handelns. Freiheit ist immer nur graduell und in sehr konkreten Zusammenhängen DENKBAR!
Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass wir uns auch in diesen konkreten Zusammenhängen, die so empfundene Freiheit unseres Ichs, eine Entscheidung zu treffen oder eine Handlung auszuführen, nur e i n b i l d e n. Die Gründe für unser Handeln schiebt unser Gehirn bestenfalls nach und dabei scheut es sich auch nicht uns schamlos zu belügen und zu betrügen.
Ich bin also niemals frei in meinem Handeln! Ich bin zuallererst beschränkt durch meine Kenntnis über mögliche Handlungsalternativen. Dann bin ich beschränkt durch meine aktuellen persönlichen physischen und psychischen Möglichkeiten Handlungsalternativen auszuüben.
Wenn ich tatsächlich genötigt bin zu handeln, setze ich nach Ende eines mitunter sehr umfangreichen - und weitestgehend unbewussten- Reduktionsprozesses, in dem meine Handlungsmöglichkeiten abgewogen werden, eine Tat um, für die die Bezeichnung "freie Handlung" bestenfalls ein zynischer Witz sein kann.
Was bedeutet das?
Das bedeutet zunächst einmal, dass wir Sklaven sind. Sklaven, die sich ihrer Versklavung in den meisten Fällen nicht einmal bewusst sind und sich sogar weigern, die eigene Versklavung einzusehen.
In meinen Augen ist die Einsicht in unsere Sklavenexistenz die wichtigste Erkenntnis seit Gottes Beerdigung und sie ist ungleich schwerer zu akzeptieren. Zur Beerdigung Gottes reicht ein bisschen Hochmut. Das Eingeständnis ein Sklave zu sein verlangt dagegen eine gehörige Portion Demut.
Welche Folgen hat aber nun diese Erkenntnis für das Menschsein? (Was soll ich tun?)
Das wiederum ist die wichtigste F r a g e unserer Zeit, die aus der obigen Erkenntnis unmittelbar folgt.
Persönlich denke ich, dass daraus eine Verpflichtung resultiert. Die Verpflichtung, unsere persönlichen Grade an Freiheit so weit wie möglich zu erweitern. Dabei dürfen wir nicht hoffen eines Tages tatsächlich "frei" zu sein, das sind wir erst im Augenblick des Todes, wenn sich das Ich in Wohlgefallen aufgelöst hat.
Was darf ich also erwarten?
Alles was wir erwarten können, sind neue Erkenntnisse und Harmonie mit uns selbst und mit unserer Umwelt. Je größer unser Handlungsspielraum, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gehirn für uns die angemessenste Entscheidung trifft. Ein Leben in Harmonie mit uns selbst und unserer Umwelt ist aber auch die Grundlage für befriedigendes und dauerhaftes Glück und Erkenntnis ist der einzig wahre Sinn des Lebens,
oder?
Ich denke, es ist DIE Frage unserer Zeit und vielleicht ist es die aufregendste und wichtigste Erkenntnis überhaupt, zu der der Menschen zur Zeit fähig sein können. Wie schwer uns die Einsicht fällt, ist in der aktuellen Diskussion immer wieder zu spüren. Wir weigern uns einzusehen, dass wir zwar komplexe, aber dennoch vollkommen determinierte Reiz-Reaktions-Systeme sind und dass es so etwas wie ein unbedingtes "Ich" und eine sogenannte "Freiheit" gar nicht geben kann.
Freiheit ist tatsächlich im Grunde genommen ein absurder Begriff im menschlichen Denken, der nur durch sein Gegenteil und immer nur im Bezug auf etwas Konkretes definiert werden kann.
"Die Freiheit" ist ein Hirngespinst!
Freiheit - wenn es sie gäbe - würde schon dadurch beschränkt, dass wir sie mit einem Wort bezeichnen und damit schon unmittelbar einschränken. Freiheit - wenn es sie gäbe - wäre frei von jedweder Materie oder Erfahrbarkeit. Freiheit wäre ein Nichts ohne Namen und ohne Existenz, das sich jedem Versuch der Vorstellung vollkommen entzieht. Freiheit ist vor der Geburt und nach dem Tod.
Das ausgerechnet der Mensch sich so sehr an diesen Begriff klammert, sagt uns vieles über die menschliche Psyche. Der Mensch, der als Sklave seiner Gene, seiner Sozialisation und seiner physischen Existenz nicht einmal entscheiden darf, ob er überhaupt geboren werden möchte, klammert sich an ein Hirngespinst, aus Angst der Wahrheit ins Auge zu schauen.
Wir sollten uns eine Weltsicht angewöhnen, die den Begriff "Freiheit" nur sehr streng in konkreten Zusammenhängen verwendet. Ich kann r e l a t i v frei sein von Einschränkungen meiner Bewegungsfreiheit. Ich kann r e l a t i v frei sein von physischen oder psychischen Einschränkungen meines Denkens und Handelns. Freiheit ist immer nur graduell und in sehr konkreten Zusammenhängen DENKBAR!
Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass wir uns auch in diesen konkreten Zusammenhängen, die so empfundene Freiheit unseres Ichs, eine Entscheidung zu treffen oder eine Handlung auszuführen, nur e i n b i l d e n. Die Gründe für unser Handeln schiebt unser Gehirn bestenfalls nach und dabei scheut es sich auch nicht uns schamlos zu belügen und zu betrügen.
Ich bin also niemals frei in meinem Handeln! Ich bin zuallererst beschränkt durch meine Kenntnis über mögliche Handlungsalternativen. Dann bin ich beschränkt durch meine aktuellen persönlichen physischen und psychischen Möglichkeiten Handlungsalternativen auszuüben.
Wenn ich tatsächlich genötigt bin zu handeln, setze ich nach Ende eines mitunter sehr umfangreichen - und weitestgehend unbewussten- Reduktionsprozesses, in dem meine Handlungsmöglichkeiten abgewogen werden, eine Tat um, für die die Bezeichnung "freie Handlung" bestenfalls ein zynischer Witz sein kann.
Was bedeutet das?
Das bedeutet zunächst einmal, dass wir Sklaven sind. Sklaven, die sich ihrer Versklavung in den meisten Fällen nicht einmal bewusst sind und sich sogar weigern, die eigene Versklavung einzusehen.
In meinen Augen ist die Einsicht in unsere Sklavenexistenz die wichtigste Erkenntnis seit Gottes Beerdigung und sie ist ungleich schwerer zu akzeptieren. Zur Beerdigung Gottes reicht ein bisschen Hochmut. Das Eingeständnis ein Sklave zu sein verlangt dagegen eine gehörige Portion Demut.
Welche Folgen hat aber nun diese Erkenntnis für das Menschsein? (Was soll ich tun?)
Das wiederum ist die wichtigste F r a g e unserer Zeit, die aus der obigen Erkenntnis unmittelbar folgt.
Persönlich denke ich, dass daraus eine Verpflichtung resultiert. Die Verpflichtung, unsere persönlichen Grade an Freiheit so weit wie möglich zu erweitern. Dabei dürfen wir nicht hoffen eines Tages tatsächlich "frei" zu sein, das sind wir erst im Augenblick des Todes, wenn sich das Ich in Wohlgefallen aufgelöst hat.
Was darf ich also erwarten?
Alles was wir erwarten können, sind neue Erkenntnisse und Harmonie mit uns selbst und mit unserer Umwelt. Je größer unser Handlungsspielraum, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gehirn für uns die angemessenste Entscheidung trifft. Ein Leben in Harmonie mit uns selbst und unserer Umwelt ist aber auch die Grundlage für befriedigendes und dauerhaftes Glück und Erkenntnis ist der einzig wahre Sinn des Lebens,
oder?