Alles was menschlich möglich ist...

Re: Alles was menschlich möglich ist...

Beitragvon stine » Mo 20. Feb 2012, 10:01

Vegan33 hat geschrieben:...denn zumindest scheint es so zu sein das Tiere alle Möglichkeiten nutzen, aber der Mensch einige verurteilt oder durchdenkt...

...denn zumindest scheint es so zu sein, dass Tiere alle ihre vorhandenen Möglichkeiten nutzen, aber der Mensch, weil er sich Möglichkeiten erst geschaffen hat, die er selber kaum noch steuern kann, einige davon verurteilen oder durchdenken muss.

So würde ich das stehen lassen und als Begründung einer normativen Ethik sehen wollen.

:ja: stine
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Re: Alles was menschlich möglich ist...

Beitragvon Vegan33 » Di 21. Feb 2012, 19:27

Das ist eine Gute Ergänzung!
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Re: Alles was menschlich möglich ist...

Beitragvon Darth Nefarius » Fr 20. Apr 2012, 18:22

Vegan33 hat geschrieben:
stine hat geschrieben:Nun könnte man sagen, dass es also auch natürlich ist, über Leben und Tot zu bestimmen, denn, alles was der Mensch macht ist die Folge seiner Natur - er kann nicht anders!


Ja, eben. Dann dürfen wir Triebtäter, Massenmörder und Kannibalen nicht verurteilen, andererseits ist es unsere Natur über andere zu Urteilen und auch diese Dinge nicht zu akzeptieren, aber auch diese Dinge doch zu akzeptieren weil sie geschehen und und und... :irre:

Ziemlich Paradox die Menschen!

Der Wille, über Leben und Tod zu bestimmen (im Zusammenhang mit Medizin, Gentechnik und co.) ist nicht vergleichbar mit dem, was du da nennst. Ja, es ist die Natur mancher, besondere Triebe zu entfalten; aber die Schlussfolgerung, dass wir dies in der Gesellschaft hinnehmen müssen, ist falsch, absurd und unschlüssig, wenn diese zu einer Bedrohung der selbigen wird. Deshalb gibt es Gutachter, die (wie aktuell in Norwegen) niemals (als gute Wissenschaftler, die Psychologen sein wollen) den Geisteszustand des Angeklagten als unnatürlich, wohl aber als gestört bezeichnen würden- ein himmelweiter Unterschied. Abscheuliches im Verhalten des Menschen ist dennoch logisch und biologistisch zu erklären, aber kein Wissenschaftler stellt den Psychopaten der Welt deswegen Narrenfreiheit in Aussicht. Daran ist nichts paradox, es ist schlüssig, dass einige Menschen schädliche Neigungen haben und dadurch einen Selektionsnachteil in ihrer Umgebung (z. Bsp. der Gesellschaft) erfahren und in der Klapse oder im Gefängnis landen. Bestimmte Charaktereigenschaften sind in unterschiedlichen Gesellschaften und oder zu unterschiedlicher Zeit unterschiedlich bewertet worden, sie sind Ergebnis der Diversität der Natur. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht unser eingenes, aktuelles Urteil abgeben dürften, wenn es uns betrifft und vielleicht schadet. Wenn dies zutrifft, zählt die eigene Meinung mehr als die der Ahnen oder einer fremden Kultur (von mir ein Seitenhieb auf das traditionalistische Denken).
Die Gentechnik wird einen neuen Evolutionsschritt bedeuten, wenn richtig mit ihr umgegangen wird. Ich erlebe gerade in meinem Studium, wie genau mit diesen Möglichkeiten umgegangen wird und welche Potentiale sie bieten, es ist berauschend. :veg:
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