Der anonyme Atheist

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Beitragvon Name33 » Sa 1. Feb 2014, 11:59

Name33
 
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Re: Der anonyme Atheist

Beitragvon Dr Fraggles » Sa 1. Feb 2014, 16:51

Hm...viel zum lesen. Nach überfliegen des Abschnittes "Plan oder freier Wille" würde ich vermuten: eher banale Argumente (anzunehmen, dass je banaler das angegriffene Dogma ist, zu sein scheint oder gemacht wird desto banaler deren Widerlegung, ist schon fraglich). Gerade die Gegenüberstellung von freier Wille/Plan finde ich leicht ironisch. Da die Annahme der Existenz eines freier Willens (im Horizont rationalen Denkens) mit Sicherheit falsch ist (mit grösserer Sichheit als die Annahme eines (dann natürlich auch unfreien) Gottes...), ist nicht klar inwiefern der freie Wille hier als Argument dienen soll. Immerhin könnte es einen unfrei planenden Gott geben(zugestandermassen nahe am contradictio in adjecto), oder den freien Willen gelten lassend, eine spekulativere Verbindung von freier Wille/Plan (nahe am Irrationalen?). Wohl ein genereller Hauptmangel der Argumentation(en) ist, dass sie von falschen Dilemmata ausgeht und es damit genug sein lässt.
Zum Thema Gott/freier Wille findet sich eine recht interessante Argumentation (natürlich auch nicht gänzlich neu) bei J. L Mackie ("Das Wunder des Theismus").

Persönlich halte ich eine umfassendere Sinnhaftigkeit "des Ganzen" für falsch (mit oder ohne Gott!), es sei denn man setzt zusätzliche Prämissen unterschiedlich spekulativer Art (wie gerade, obwohl vielleicht nicht gänzlich unverzichtbar, der freie Wille).
Dr Fraggles
 
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