Christentum missioniert erfolgreicher als der Islam

Re: Christentum missioniert erfolgreicher als der Islam

Beitragvon stine » Do 2. Okt 2008, 06:54

ganimed hat geschrieben:x = Summe(Vorteile) - Summe(Nachteile)
Ist x>0, dann tue ich es. Ich kann gar nicht anders.
Wie schön für dich, dass du dir in brenzligen Situationen immer noch die Zeit zum Berechnen deiner Vor- und Nachteile nehmen kannst.
Normalerweise ergibt sich die Handlungsweise spontan aus der Situation. Und entweder, man hält sich zurück, oder man tut einfach. Sich zurückhalten, ohne "x" auf die Schnelle berechnet zu haben, ist das Beherrschen seiner Selbst.

LG stine
Benutzeravatar
stine
 
Beiträge: 8022
Registriert: Do 27. Sep 2007, 08:47

Re: Christentum missioniert erfolgreicher als der Islam

Beitragvon ganimed » Do 2. Okt 2008, 19:33

Nein, nein, die Berechnung stelle ich nicht an. Ich, das ist nur mein Bewusstsein, dass tatsächlich sehr viel Zeit braucht, um ein paar wenige Faktoren auf höherer, abstrakter Ebene abzuwägen. Meistens wird mein Bewusstsein (also ich) nur dazu gebraucht, um Entscheidungen bei Bedarf im Nachhinein eine mehr oder weniger fadenscheinige Begründung anzudichten.

Das viel schnellere und immer aktive Unterbewusstsein, das führt die Berechnung aus. Und wenn ich mich bei irgendwas zurückhalte, dann nur deshalb, weil die Entscheidungsfrage "halte ich mich jetzt zurück?" mit einem x>0 beantwortet wurde vom Neuronalverdraht.

stine hat geschrieben:Sich zurückhalten, ohne "x" auf die Schnelle berechnet zu haben, ist das Beherrschen seiner Selbst.

Ich bin eher der Ansicht, dass ein x IMMER berechnet wird.
Deine Beschreibung würde ich als unlogisch empfinden, sobald man anfängt, die Warum-Frage zu stellen. Also: wieso hälst du dich in einer bestimmten Situation zurück, liebe Stine? Ich mache es, weil meine Berechnung x>0 ergab. Welchen Grund siehst du bei dir?
Benutzeravatar
ganimed
 
Beiträge: 1687
Registriert: Sa 23. Aug 2008, 22:35

Re: Christentum missioniert erfolgreicher als der Islam

Beitragvon stine » Do 2. Okt 2008, 21:46

Wenn die Frage durch mein Unterbewußtsein geklärt wurde, dann weiß ich es leider nicht :/ .

Selbstbeherrschung ist eine grundlegende Voraussetzung für die meisten Bereiche des menschlich-sozialen Zusammenlebens. Niemand kann immer nur tun, was ihn just im Moment zu tun in den Sinn kommt. Schon der morgendliche Weg in die Arbeit ist ein Akt der Selbstbeherrschung. Lieber würde man sich vielleicht noch einmal im Bett umdrehen und ein Mütze Schlaf nehmen.

LG stine
Benutzeravatar
stine
 
Beiträge: 8022
Registriert: Do 27. Sep 2007, 08:47

Re: Christentum missioniert erfolgreicher als der Islam

Beitragvon ganimed » Fr 3. Okt 2008, 02:19

Ich behaupte eher, dass jeder, der morgens aufsteht und zur Arbeit geht, das nicht aus Selbstbeherrschung tut, sondern weil er es will. Er als Gesamtkunstwerk. Wenn er sich in der morgendlichen Müdigkeit mehrheitlich nur die Nachteile seiner Entscheidung bewusst macht, kann er natürlich den Eindruck bekommen, dass er eigentlich gar keine Lust hatte, aufzustehen. Aber das stimmt natürlich nicht. Wenn er es getan hat, dann hat er es auch gewollt. Und er wollte es, weil mehr Gründe dafür als dagegen sprachen.

Wie dieses Beispiel zeigt, ist Selbstbeherrschung also nicht die Fähigkeit, sich gegen seinen eigenen Willen zu irgendwas zu zwingen, sondern lediglich die Fähigkeit, sich vorzumachen und einzureden, man hätte etwas nicht gewollt, das man aber doch wollte und dann auch tat. Herzlichen Glückwunsch also auch von dieser Stelle an alle Leute mit viel Selbstbeherrschung und großer Selbstdisziplin! :^^: Einbildung ist auch eine Bildung.
Benutzeravatar
ganimed
 
Beiträge: 1687
Registriert: Sa 23. Aug 2008, 22:35

Vorherige

Zurück zu Religion & Spiritualität

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste

cron