Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Mi 31. Mär 2010, 20:29

Ich erstelle dieses Thema mit 2 Themen: Einer Suche nach guten Beschreibung der Evolution und anderseits zur kritischen Hinterfragung der Nützlichkeit eines evolutionistischen Weltbildes

Ich möchte mich, wenn ich in einigen Monaten Zeit dafür finde vielleicht stärker mit dem Thema Evolution auseinandersetzen, da man in diesem Forum darum nicht hinwegkommt.

Ich suche dafür eine geeignete Internetquelle. Ja, Wikipedia kenn ich selber. Besser noch wäre ein Buch.

Ich habe immer bisher einen Bogen rund um Evolution gemacht, weil es lediglich als Gegenposition zu christlichen Argumentationen verwendet wurde. Ich finde auf so eine Art macht man das Gebiet der Evolution kaputt.

Mir ist bisher noch nicht klar gewesen wie interessant Evolution sein kann.

Thema 2:
Man kann ein selbst gemixtes atheistisches gemäßigtes Weltbild haben ohne genauer über sein Weltbild nachzudenken oder man kann in die Extreme gehen: christlich oder naturalistisch. (von den vielen weiteren Weltbildern mal abgesehen)

Noch extremer als naturalistisch wäre doch ein evolutionistisches Weltbild, in dem man sich sämtliche Vorgänge in der Natur, Kultur, Finanzwesen usw. mit evolutionären Modellen erklärt und das geht sogar sehr gut.

Was ich mich jetzt frage, mal ganz abgesehen davon wie realitätsnah so ein Modell ist: Was für einen persönlichen Vorteil für einen selbst bringt ein evolutionistisches Weltbild im Gegensatz zu einem gemäßigten egalitären Weltbild und einem christlichem.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon platon » Mi 31. Mär 2010, 20:55

xander1 hat geschrieben:Einer Suche nach guten Beschreibung der Evolution und anderseits zur kritischen Hinterfragung der Nützlichkeit eines evolutionistischen Weltbildes

Was verstehst Du unter "Nützlichkeit eines evolutionistischen Weltbildes"? Es ist völlig einerlei, ob die ET nützlich ist, sie erklärt die Entstehung und Diversifizierung der Arten, sie erklärt allerdings nicht, warum die Arten sich so entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben. Dieses WARUM gibt es nämlich nicht und das bereitet vielen Menschen, besonders den religiösen, großes Bauchgrimmen.

xander1 hat geschrieben:Man kann ein selbst gemixtes atheistisches gemäßigtes Weltbild haben ohne genauer über sein Weltbild nachzudenken oder man kann in die Extreme gehen

Ein atheistisches Weltbild ist immer ein gemäßigtes! Es kommt nämlich ohne jegliche Glaubenskonstruktion aus und ist das einfachst denkbare und nachvollziehbare. Religiöse Weltbilder bedingen immer, die Einflussnahme unbeweisbarer Kräfte fraglos zu akzeptieren, sonst funktionieren sie nicht.
So etwas nenne ich extrem.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon Charles Dawkins » Do 1. Apr 2010, 01:42

Neil A. Campbell - Biologie (Spektrum Verlag)

Ist momentan DAS Biologielehrbuch.
Es geht gründlich auf Evolution ein, ist sehr verständlich und gut geschrieben, und ist das derzeitige 'Allroundbuch' für Biologiestudenten.
Es hat Evolution natürlich nur als 'ein Thema von vielen', trotzdem möchte ich es empfehlen, denn man hat mit dem Buch eine sehr gute biologische Grundausstattung. Das schöne daran ist, das man die Themen auch als Laie gut begreifen kann. Es ist vielfältig illustriert.

Daneben gibt es zahlreiche reine Evolutionsbiologie-Bücher.
In dieser Sparte kann ich z.B. das Buch von U. Kutschera - Evolutionsbiologie (Ulmer Verlag) empfehlen, es gibt aber ebenso viele andere gute.
Vor allem wichtig ist aber, dass man ein vernünftiges Lehrbuch nimmt, mit populärwissenschaftlicher Literatur kommt man meist nicht weit mit dem richtigen Verständnis... Viele der guten Lehrbücher sind auf englisch, auch bei der weiterführenden Literatur bleibt einem englisch oft nicht erspart. Kommt aber drauf an wie sehr du ins Detail gehen möchtest.

An richtigen Lehrbüchern kommt man schlecht vorbei, populärwissenschaftliche Bücher sind leider nicht recht geeignet, ein richtiges Verständnis von den Vorgängen der Evolution zu bekommen.

Viele Bücher, die keine eigentlichen Evolutionslehrbücher sind, helfen ein tiefergehendes und erweitertes Verständnis einiger wichtiger Ideen zu bekommen.
Dabei sind viele davon durchaus spannend geschrieben. In diese Kategorie fallen einige meiner Lieblingsbücher.
Sehr empfehlen kann ich:

- David Quammen - Der Gesang des Dodo. Eine Reise durch die Evolution der Inselwelten.

Mein Lieblingsbuch. Ich kann die Lektüre uneingeschränkt emfehlen. Nachdem ich es gelesen hatte, habe ich einige Dinge des Lebens und der Evolution anders gesehen als zuvor. Meiner Meinung nach ein absolutes 'Muss'.

- Goldschmidt, Tijs: Darwins Traumsee - Spannend geschrieben geht es um die adaptive Radiation ('Explosive' Artenbildung der Großen Seen in Afrika, speziell dem Victoriasee und dessen Buntbarschen. Aber ebenso um die vom Menschen herbeigeführten Probleme. Diese haben u.a. dazu geführt, dass innerhalb weniger Jahre Hunderte dieser hochspezialisierten, aber sehr nah miteinnander verwandten Arten, ausgerottet wurden.

- Lynn Margulis (1999) - Die andere Evolution. (Spektrum Verlag) - Hier geht es um die Endosymbiontenhypothese. Ein sehr spannender Teilbereich der Evolutionsbiologie, der leider oft etwas zu kurz kommt. Dabei ist seine Bedeutung für die Entwicklung der Lebensformen immens.

- Steven M. Stanley: Wendemarken des Lebens. Eine Zeitreise durch die Krisen der Evolution. (Spektrum Verlag) - Wie der Titel sagt geht es um die wenigen wirklich einschneidenen Zeiten in unserer Erdgeschichte, in denen zahlreiche Lebewesen ausstarben. Unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt ist nur ein winziger Ausschnitt jener Vielfalt an Lebensformen, die seit der Entstehung des Lebens vor über drei Milliarden Jahren diesen Planeten besiedelt hat. Steven Stanleys zeichnet die großen biologischen Katastrophen nach, die den Gang der Evolution mehrfach massiv unterbrochren haben, und zeigt, wie sich anhand von Fossilien und Gesteinsdokumenten die räumlichen und zeitlichen Muster dieser Krisen entschlüsseln lassen.

- Richard Dawkins: Hier kann ich die meisten seiner Bücher empfehlen. Spannend geschrieben, und einem 'evolutionistischen Weltbild' sehr förderlich. :mg:

- - -

platon hat geschrieben:Es ist völlig einerlei, ob die ET nützlich ist, sie erklärt die Entstehung und Diversifizierung der Arten, sie erklärt allerdings nicht, warum die Arten sich so entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben. Dieses WARUM gibt es nämlich nicht und das bereitet vielen Menschen, besonders den religiösen, großes Bauchgrimmen.


Es geht ihm ja um eine Nützlichkeit des 'Weltbildes', nicht um die Evolution (die 'nur' einen Prozess beschreibt).
Es bringt durchaus einen Nutzen, wenn man die Dinge so sieht, wie man sie auch (wissenschaftlich) nachweisen kann. Sonst gäbe es z.B. viele Erfindungen der Neuzeit überhaupt nicht. Auch würden wir unsere Herkunft, unsere Beziehung zu anderen Lebewesen und viele, viele andere Dinge nicht verstehen.
Da gibt es durchaus viele Vorteile, nur bringen sie einem keiner Wunschvorstellung nahe, wie der Glaube dies tut.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon Dissidenkt » Do 1. Apr 2010, 11:09

Varela, Maturana:
Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. :2thumbs:

Das Buch erklärt dir nicht nur ein schlüssiges Weltbild, sondern am Ende weisst du auch noch, wie du zu deinem Weltbild kommst! Wirklich sehr empfehlenswert.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Do 1. Apr 2010, 20:15

Dissidenkt hat geschrieben:Das Buch erklärt dir nicht nur ein schlüssiges Weltbild, sondern am Ende weisst du auch noch, wie du zu deinem Weltbild kommst! Wirklich sehr empfehlenswert.

Also ich habe ein kleines Problem damit mir Weltbilder anzueignen und überstülpen zu lassen. Ich bin der Meinung, dass jedes feste Weltbild die Welt nur in einer sehr minimierten Fassung wieder gibt und nur ein Modell sein kann. Deswegen will ich mich eigentlich fern halten von allen, die mir ein Weltbild andrehen wollen.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon El Schwalmo » Do 1. Apr 2010, 20:34

xander1 hat geschrieben:
Dissidenkt hat geschrieben:Das Buch erklärt dir nicht nur ein schlüssiges Weltbild, sondern am Ende weisst du auch noch, wie du zu deinem Weltbild kommst! Wirklich sehr empfehlenswert.

Also ich habe ein kleines Problem damit mir Weltbilder anzueignen und überstülpen zu lassen. Ich bin der Meinung, dass jedes feste Weltbild die Welt nur in einer sehr minimierten Fassung wieder gibt und nur ein Modell sein kann. Deswegen will ich mich eigentlich fern halten von allen, die mir ein Weltbild andrehen wollen.

ich hoffe, dass Du Dein Weltbild niemandem andrehen willst.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon ganimed » Do 1. Apr 2010, 21:34

xander1 hat geschrieben:Ich bin der Meinung, dass jedes feste Weltbild die Welt nur in einer sehr minimierten Fassung wieder gibt und nur ein Modell sein kann.

Gibt es neben den festen Weltbildern auch wackelige? Wenn du dir kein neues andrehen lassen willst, ist das natürlich legitim. Aber ich vermute, du hast bereits eins. Hat nicht jeder eins? Und auf dein jetziges Weltbild treffen deine Befürchtungen (geben die Welt nur in minimierter Fassung wieder, sind nur Modell) nicht zu? Dann erzähl mal: was ist dein jetziges Weltbild?

Das mit dem Überstülpen geht mir aber genau so. Ich lese in letzter Zeit nur noch Bücher, die mich in meinen Meinungen größenteils bestätigen. Offen für Neues bin ich leider nicht mehr. Das muss am Alter liegen.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon El Schwalmo » Do 1. Apr 2010, 21:56

ganimed hat geschrieben:Ich lese in letzter Zeit nur noch Bücher, die mich in meinen Meinungen größenteils bestätigen. Offen für Neues bin ich leider nicht mehr. Das muss am Alter liegen.

och, das ist ein alter Hut. Wie lehrt der Dichterfürst so schön:

Goethe hat geschrieben:Du siehst, mit diesem Trank im Leibe
Bald Helenen in jedem Weibe.


Wenn das Weltbild erst mal steht, ist es ziemlich egal, was Du liest. Irgendwie kriegst Du das immer integriert.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon El Schwalmo » Do 1. Apr 2010, 22:06

xander1 hat geschrieben:Was ich mich jetzt frage, mal ganz abgesehen davon wie realitätsnah so ein Modell ist: Was für einen persönlichen Vorteil für einen selbst bringt ein evolutionistisches Weltbild im Gegensatz zu einem gemäßigten egalitären Weltbild und einem christlichem.


darauf gibt es nur eine Antwort:

Der Meister lehrt hat geschrieben:So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Das ist zeitlos schön, selbst wenn der Meister nicht mehr ganz so 'in' ist, seit Joseph alles zugegeben hat. Nimm einfach Darwin, dann hast Du alle prallen persönlichen Vorteile.

Du kannst natürlich auch St. Idiosynkratius anbeten, denn das ist Dein Säulenheiliger, falls ich Deine bisherigen Postings verstanden haben sollte. Der hat natürlich alle Vorteile in sich gebündelt. Allerdings nur in Deinem Geiste. Der Rest der Welt findet das eher possierlich.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Fr 2. Apr 2010, 17:44

Frage: würde ein evolutionistisches Weltbild nicht etwa den Selektionsdruck und die Ansprüche der Menschen bezüglich eines Partners nicht etwa erhöhen?

El Schwalmo hat geschrieben:ich hoffe, dass Du Dein Weltbild niemandem andrehen willst.

Jeder hat zwar ein eigenes Weltbild, aber ich weiß zu wenig über mein eigenes Weltbild bescheid, als dass ich es jemandem andrehen könnte.
ganimed hat geschrieben:Und auf dein jetziges Weltbild treffen deine Befürchtungen (geben die Welt nur in minimierter Fassung wieder, sind nur Modell) nicht zu? Dann erzähl mal: was ist dein jetziges Weltbild?

Mein jetziges Weltbild ist einfach die Summe meiner ganzen Erfahrungen, und die kann ich wohl schlecht in einem Guss wieder geben. Ich werde wohl kaum die Summe meiner Lebenserfahrung austauschen mit irgendeinem auch noch so tollen Weltmodell.

ganimed hat geschrieben:Das mit dem Überstülpen geht mir aber genau so. Ich lese in letzter Zeit nur noch Bücher, die mich in meinen Meinungen größenteils bestätigen. Offen für Neues bin ich leider nicht mehr. Das muss am Alter liegen.

Ja, das kann ich verstehen. Es gibt auch vernünftige Begründungen warum das auch so sinnvoll ist. Man will sich schließlich nicht selbst schaden in seinem Wesen.
El Schwalmo hat geschrieben:Du kannst natürlich auch St. Idiosynkratius anbeten, denn das ist Dein Säulenheiliger, falls ich Deine bisherigen Postings verstanden haben sollte. Der hat natürlich alle Vorteile in sich gebündelt. Allerdings nur in Deinem Geiste. Der Rest der Welt findet das eher possierlich.

Na bist du wieder am rumspinnen? Du wirst wohl nie erwachsen. Und falls ein Mod damit Probleme hat: Das waren erst Reaktionen auf dumme Pöbeleien.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon El Schwalmo » Fr 2. Apr 2010, 20:17

xander1 hat geschrieben:
El Schwalmo hat geschrieben:ich hoffe, dass Du Dein Weltbild niemandem andrehen willst.

Jeder hat zwar ein eigenes Weltbild, aber ich weiß zu wenig über mein eigenes Weltbild bescheid, als dass ich es jemandem andrehen könnte.

Dein Weltbild ist in etwa: Ich darf mir nur nicht zu viele Gedanken machen ...

xander1 hat geschrieben:
El Schwalmo hat geschrieben:Du kannst natürlich auch St. Idiosynkratius anbeten, denn das ist Dein Säulenheiliger, falls ich Deine bisherigen Postings verstanden haben sollte. Der hat natürlich alle Vorteile in sich gebündelt. Allerdings nur in Deinem Geiste. Der Rest der Welt findet das eher possierlich.

Na bist du wieder am rumspinnen? Du wirst wohl nie erwachsen. Und falls ein Mod damit Probleme hat: Das waren erst Reaktionen auf dumme Pöbeleien.

Du bist natürlich erwachsen, weil Du auf dumme Pöbeleien reagierst. Ganz so, wie ein Erwachsener das täte: Erst mal nach Papa schauen, ob der nicht die Stirn runzelt.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Sa 3. Apr 2010, 12:59

El Schwalmo hat geschrieben:Dein Weltbild ist in etwa: Ich darf mir nur nicht zu viele Gedanken machen ...

Das kannst du nicht behaupten, wenn du siehst wie viele Themen ich erstelle um mir gedanken zu machen über Themen. Außerdem schrieb ich bereits, dass mein Weltbild die Summe meiner Erfahrungen ist. Und im Leben mache ich mir viele Gedanken.

El Schwalmo hat geschrieben:Du bist natürlich erwachsen, weil Du auf dumme Pöbeleien reagierst. Ganz so, wie ein Erwachsener das täte: Erst mal nach Papa schauen, ob der nicht die Stirn runzelt.

Keine Ahnung was du damit aussagen wolltest. Ich verstehe es nicht. Jedenfalls bin ich nicht so kindisch wie du mit deinem komischen Propheten und ich drücke mich klar und deutlich aus und nicht so verspielt wie du.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon 1von6,5Milliarden » Sa 3. Apr 2010, 14:01

xander1 hat geschrieben: ich drücke mich klar und deutlich aus
persönliche Anmerkung: darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein. :mg:
Offizielle Anmerkung: persönliche Animositäten (oder auch Zuneigungsbekundungen ab einem gewissen Grad) bitte per PN lösen.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Sa 3. Apr 2010, 19:29

Merkst du nicht, dass du mit deinen persönlichen Angriffen das ganze Thema kaputt machst? Denkst du, dass du dir alles erlauben kannst, weil du Mitglied des Foren-Team bist?

Es wird gar nicht mehr über das Thema diskutiert, aber vielleicht ist das ja genau deine Absicht.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon pluto » Di 6. Apr 2010, 11:04

xander1 hat geschrieben:Frage: würde ein evolutionistisches Weltbild nicht etwa den Selektionsdruck und die Ansprüche der Menschen bezüglich eines Partners nicht etwa erhöhen?


Xander, hör doch mal auf mit deinem 'evolutionistischen Weltbild'. Schon einige Leute haben dir gesagt, dass Evolution nichts mit einem 'Weltbild' zu tun hat. Oder hast du auch ein 'gravitatorisches Weltbild'? Oder ein "Kontinentalplatten Weltbild'?

Evolution ist ein beobachtetes Phänomen, das von (Evolutions)Biologen untersucht wird. Dabei gewonnene Erkenntnisse werden mit anderen Disziplinen abgeglichen und müssen in das 'große Puzzle' passen. Die wissenschaftliche Theorie die zur Evolution von Darwin aufgestellt wurde wird noch täglich geprüft und jeder Fund, jede Überlegung muss daran gemessen werden.

Man kann von einem naturalistischen Weltbild sprechen - aber das war's auch schon. Du brauchst auch an die Evolution nicht zu 'glauben', du kannst darauf schimpfen, Karikaturen zeichnen, völlig pillepalle.

xander1 hat geschrieben:Ich habe immer bisher einen Bogen rund um Evolution gemacht, weil es lediglich als Gegenposition zu christlichen Argumentationen verwendet wurde. Ich finde auf so eine Art macht man das Gebiet der Evolution kaputt.

Evolution ist keine 'Gegenposition zu christlichen Argumenten', das behaupten vielleicht die Christen. Deswegen ist das aber noch lange nicht so. Und 'das Gebiet der Evolution kaputt' machen geht nicht. Genauso wenig wie die Behauptung alle Dinge fallen auf der Erde nach oben, die Gravitation 'kaputt' machen würden.

Dawkins Buch: "Geschichten vom Ursprung des Lebens: Eine Zeitreise auf Darwins Spuren" ist ganz nett.
Ausserdem solltest du dich dringend mal mit den Grundbegriffen vertraut machen die du hier ziemlich wahllos rum wirfst - die aber alle ihre Definition haben.
Hier kannst du z.B. anfangen: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ev ... eorie.html

Und, nehm' vielleicht Biologen mal ernst - ist ein ganzes Studium, 'sich mal so eben vielleicht mal kurz damit zu beschäftigen'... bringt dich einem wirklichen Verständnis nicht näher.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon xander1 » Di 6. Apr 2010, 15:32

pluto hat geschrieben:Xander, hör doch mal auf mit deinem 'evolutionistischen Weltbild'. Schon einige Leute haben dir gesagt, dass Evolution nichts mit einem 'Weltbild' zu tun hat.

Du hast gar nichts verstanden. Natürlich hat die Evolution nichts mit einem Weltbild zu tun. Man kann an die Evolution glauben bzw. von ihr wissen, ohne jedoch sein Weltbild auf der Evolution aufzubauen. Mit einem evolutionistischen Weltbild folgert man viele Dinge aus der realen Welt auf die Evolution zurück: Kriege, Architektur, Kultur, Algorithmen, wirtschaftliches Vorgehen. Man kann allerdings auch einfach die Evolution anerkennen ohne die ganze Realität darauf aufbauen zu lassen.
pluto hat geschrieben:Oder hast du auch ein 'gravitatorisches Weltbild'? Oder ein "Kontinentalplatten Weltbild'?

Du hast nicht begriffen, dass die Evolution auf ein Weltbild ausgedehnt werden kann und dass die Gravitation und andere Dinge sich dafür schlecht eignen. Du kennst nicht die Thematik, was alles mit der Evolution in Verbindung steht.

pluto hat geschrieben:Evolution ist ein beobachtetes Phänomen, das von (Evolutions)Biologen untersucht wird.

Wenn es ein Phänomen wäre, dann wäre es sofort sichtbar und dann hätten es auch die Kirchen anerkannt. Es ist eine Theorie. Schon mal darüber nachgedacht?

pluto hat geschrieben:Die wissenschaftliche Theorie die zur Evolution von Darwin aufgestellt wurde wird noch täglich geprüft und jeder Fund, jede Überlegung muss daran gemessen werden.

Die Evolutionstheorie wird nicht täglich hinterfragt. Man geht davon aus, dass sie wahr ist aus einem intersubjektiven Konsens. Die Funde bestätigen nur diese Theorie, aber eignen sich nicht vollständig sie zu bestätigen, da es auch noch moderne alternativen gibt zum Darwinschen Modell.


pluto hat geschrieben:Man kann von einem naturalistischen Weltbild sprechen - aber das war's auch schon. Du brauchst auch an die Evolution nicht zu 'glauben', du kannst darauf schimpfen, Karikaturen zeichnen, völlig pillepalle.

Nein da hast du wieder keine Ahnung. Man kann auch Humanist zusammen mit Naturalist in einem sein. Und vielleicht ist das nicht das einzige was sich mit Naturalismus schneidet z.B. kann man unterschiedlichen poltischen Weltbildern angehören und Naturalist sein.

pluto hat geschrieben:Evolution ist keine 'Gegenposition zu christlichen Argumenten', das behaupten vielleicht die Christen. Deswegen ist das aber noch lange nicht so.

Hast du zufällig bemerkt, dass Christen und Nichtchristen darüber Streiten, ob die Evolution stattfindet oder nicht? Wie kann man nur so blind sein, dass man das nicht mitbekommt?

pluto hat geschrieben:Und 'das Gebiet der Evolution kaputt' machen geht nicht.

Bist du in der Lage zu erkennen, dass man ein Thema kaputt machen kann, in dem man es uninteressant macht? Kannst du nicht lesen?
pluto hat geschrieben:Ausserdem solltest du dich dringend mal mit den Grundbegriffen vertraut machen die du hier ziemlich wahllos rum wirfst

Was für Grundbegriffe? Ich schätze mal, dass das wieder darauf hinausläuft, dass du etwas nicht vestanden hast.
pluto hat geschrieben: - die aber alle ihre Definition haben.

Das ist falsch. Begriffe haben in unterschiedlichen Fachgebieten eine Unterschiedliche Definition. Außerdem gibt es umgangsspachliche Festlegungen. Evolution muss zum Beispiel nicht biologisch gemeint sein. Und wenn etwas Fachübergreifentd ist, dann kann man nunmal nicht die Definitionen des Fachgebiets verwenden.
pluto hat geschrieben:Und, nehm' vielleicht Biologen mal ernst

Nee ich veralber die immer. Die machen doch nur Tierexperimente, haben kein Gewissen, sollten am Besten alle ins Gefängnis deshalb! :santagrin:
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon Zappa » Di 6. Apr 2010, 17:07

xander1 hat geschrieben:
pluto hat geschrieben:Evolution ist keine 'Gegenposition zu christlichen Argumenten', das behaupten vielleicht die Christen. Deswegen ist das aber noch lange nicht so.

Hast du zufällig bemerkt, dass Christen und Nichtchristen darüber Streiten, ob die Evolution stattfindet oder nicht? Wie kann man nur so blind sein, dass man das nicht mitbekommt?


Hier geht aber dann doch einiges durcheinander.

Die Evolutionstheorie ist eine echte wissenschaftliche Theorie. Solche Theorien zeichnen sich dadurch aus, dass widersprechende Fakten sie falszifizieren können. Der christliche Glaube ist etwas völlig anderes, nämlich vor allem für dessen Anhänger nicht falszifizierbar. Diese Unterscheidung ist wichtig, insofern finde ich auch die Verwendung des Begriffes "Weltbild" durch Dich etwas problematisch.

T.S. Kuhn hat zwar darauf hingewiesen, dass natürlich auch ein Wissenschaftler anfängt in "Welbildern" (Paradigmen) zu denken, prinzipiell besteht aber ein großer Unterschied und ich denke, diesen Aspekt hast Du auch nicht gemeint.

Im konkreten Fall besteht der Unterschied z.B. darin, dass die Kreationisten durchaus Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie nämlich ein Fossil oder irgendein Organ nachweisen können, dass nicht evolutionär entstanden sein kann. Darauf hat sogar Darwin schon hingewiesen! Ein echter Wissenschaftler halt.

Versuch aber mal den Kreationismus zu widerlegen. Da dies eine bloße metaphysische Theorie, d.i. ein Glauben, darstellt, wird man sich da bis zum jüngsten Gericht die Zähne ausbeißen. Die Kreationisten ziehen sich vielleicht irgendwann mal zurück wenn es ihnen opportun erscheint, zu widerlegen sind sie nicht. Das liegt aber nicht an ihren guten Argumenten, sondern an der Struktur ihres Glaubens bzw. ihrer Theorie.

Deshalb bitte die beiden Sachen nicht auf eine Stufe stellen!

Das Evolution stattfindet ist übrigens längst kein ernsthaftes Thema mehr! Und es gibt da durchaus beobachtbare Phänomene, wie z.B. Antibiotikaresistenzen bei Bakterien. Das bestreiten selbst moderne Kreationismen nicht mehr (Stichwort: Intelligent Design), der Streit geht um etwas völlig anderes.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon platon » Di 6. Apr 2010, 20:27

xander1 hat geschrieben:Man kann an die Evolution glauben bzw. von ihr wissen ...

Nein, xander1, Evolution ist ein unbestrittener Vorgang, dem alle Lebewesen unterliegen. Daran "kann man nicht glauben" oder doch, das ist ein Faktum, das muss man zur Kenntnis nehmen, ob man will oder nicht.
xander1 hat geschrieben:Wenn es ein Phänomen wäre, dann wäre es sofort sichtbar und dann hätten es auch die Kirchen anerkannt. Es ist eine Theorie.

Bei Dir geht wirklich alles durcheinander. Evolution ist ein Vorgang. Nein, auch die Kirchen bestreiten die Evolution nicht (mehr). Die Theorie dazu heißt Evolutionstheorie (ET), wurde von Herrn Darwin vor 150 Jahren vorgelegt und ist allgemein anerkannt. Nur die Religiösen, deren heilige Bücher andere Erklärungen für die Entstehung des Menschen haben, können die Konsequenz der ET nicht mittragen, weil ihre heilige Schrift ja Recht haben muss, jedenfalls überall dort, wo noch nicht explizit nachgewiesen werden konnte, dass sie Unrecht hat. In diesem Fall wird übrigens der entsprechende Passus zur Allegorie erklärt und gut isses.

xander1 hat geschrieben:Die Evolutionstheorie wird nicht täglich hinterfragt. Man geht davon aus, dass sie wahr ist aus einem intersubjektiven Konsens. Die Funde bestätigen nur diese Theorie, aber eignen sich nicht vollständig sie zu bestätigen

Wenn Du "täglich" wörtlich nimmst, hast Du Recht! Ostermontag wurde die ET nicht überprüft, sonst aber jeden Tag. Ja, man geht mittlerweile davon aus, dass sie richtig ist, das heißt aber nicht, dass sie nicht falsifizierbar wäre. Nur ist, nach 100000 kleinen Verifikationen, die Hürde für die Falsifikation naturgemäß etwas höher als bei einer nagelneuen Theorie.

xander1 hat geschrieben:Hast du zufällig bemerkt, dass Christen und Nichtchristen darüber Streiten, ob die Evolution stattfindet oder nicht? Wie kann man nur so blind sein, dass man das nicht mitbekommt?

Sich mit einem Religiösen zu streiten, ob Evolution stattfindet, ist so sinnfrei, wie ein Streit, ob die Erde eine Kugel ist. Da gibt es nichts zu streiten! Evolution findet statt, das erleben wir und das ist belegt.
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon El Schwalmo » Di 6. Apr 2010, 20:34

platon hat geschrieben:Die Theorie dazu heißt Evolutionstheorie (ET), wurde von Herrn Darwin vor 150 Jahren vorgelegt und ist allgemein anerkannt.

nein. Darwin hat ein Bündel aus (mindestens) 5 Theorien vorgelegt. Das, was er als 'my theory' bezeichnete, die Selektionstheorie, war zu Lebzeiten Darwins umstrittten, galt um 1900 als widerlegt, entsprang gegen 1937 wie ein Phoenix aus der Asche, wurde 1949 Standard, war bis etwa 1972 unumstritten und gilt heute (zumindest unter den Menschen, die sich theoriendynamisch damit befassen) als Spezialfall einer allgemeineren Theorie, de es noch nicht gibt. Spannende Zeiten!
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Re: Erklärung der Evolution und evolutionistisches Weltbild

Beitragvon platon » Di 6. Apr 2010, 20:38

Ja, Du hast Recht, willst Du uns das Bündel nicht vielleicht in allen Einzelheiten darlegen, das trägt bestimmt viel zur Erhellung des Unterschieds zwischen Evolution und Evolutionstheorie(n) bei, mit dem xander1 so große Schwierigkeiten hat.
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