Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussicht

Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon 1von6,5Milliarden » Mo 10. Okt 2011, 17:32

Zappa hat geschrieben:Das mit dem Mathematiker hab ich nicht verstanden :blush2:

Mathematiker sehen leeren Fahrstuhl (ist Voraussetzung) [0 Personen im Lift]
Mathematiker sehen 9 Personen reingehen [0 + 9 Personen = 9 Personen im Lift]
Mathematiker sehen 10 Personen rausgehen => Schlussfolgerungen: jetzt müssen also -1 Personen im Lift sein. [9 - 10 Personen = -1 Person]
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon Gandalf » Mo 10. Okt 2011, 22:36

chulinn hat geschrieben:Was bleibt? Ein gewaltiges, ewig weiter expandierendes Universum [so gut wie] ohne Materie, lediglich ein paar Photonen u.ä. sausen sinnlos darin herum.
Wenn ich eine Definition für trostlos suchen müsste, so ein Universum würde perfekt passen. Ich hoffe dass die Forscher noch ein paar Entdeckungen machen und die Aussichten sich ändern. Mir fällt es jedenfalls schwer mich mit so einer Realität abzufinden.


-lol-

Angesichts dessen, dass sich die "abschließende Meinung" zu diesem Thema so alle 2-3 Jahre ändert, greifst Du imho ein "paar Billionen Jahre" zu viel vor! ;-)

Ich kann mich noch genau daran erinnern: In meinem ersten Astronomiebuch war "sowas von kalr", dass das Sonnensystem ein praktisch einmaliger Fall im Universum sein mußte, - da ja völlig logisch^^ - die Protoscheibe, aus der sich Planeten bilden konnten nur dadurch in Drehung versetzt werden konnte, wenn ein anderer Stern knapp an der Sonne vorbeiflog, eine Supernova den Staub komprtimierte ... und ... und -..und (weiteres haarsräbuendes Zeug, wie das sich auch die ersten "Sonnenforscher" (vor Entdeckung der Kernkraft) sicher waren, das auf der Sonne Kohlefeuer brennen...)

Sorry, - aber es gilt stets hier wie dort (wie z.B. im Geldsystem^^): "Wissen" ist eine Anmaßung. Wir können niemals alles wissen - schon gar nicht das, was wir durch unser eigenes Handeln alles selbst (noch) auslösen. Das scheint widersprüchlich zu sein. Findet aber darin seine Auflösung, wenn Du bedenkst, dass ca. 99% Deiner Umwelt, die Du unmittelbar wahrnehmen kannst, - durch das Leben selbst geschaffen wurde. - Und das berücksichtigen die wengisten Wissenschaftler (schon gar nicht die genannten)

So sind ja einige Fragen offen:
- wieso dehnt sich das Universum mal schneller (Anfangs gar schneller als c) aus - dann mal wieder nicht - und beschleunigt dann wiederum? So lange wir das nicht wissen, warum das so ist, - kann man genausogut davon augehen, dass es sich auch spontan wieder zusammenziehen könnte (und nach dem holografischen Prinzip ist Schwerkraft möglichrweise eh nur eine "Illusion")

Und da haben wir auch schon den Salat: Forscher lassen 'durch reine Beobachtung' das Universum früher sterben: http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 90,00.html
:up:


Mark hat geschrieben:Was passiert wohl mit einem schwarzen Loch, wenn es genug Masse verdampft hat um nicht mehr die kritische Masse zu besitzen, sprich für ein stabiles Loch zu leicht wird ? Wird es dann zu einem Zwergstern anwachsen ?

Nein - ("die Theorie der sL sagt..") Die Singularität ist ja nichts anderes wie ein (mathematischer) 'Punkt' . Daher ist es auch völlig unerheblich wie "groß" dieser Punkt früher mal war. Das sL verliert ledigtlich durch die Hawking-Strahlung Masse (und nur dann wenn die Hintergrundtemperatur niedriger ist als die des sL). Das Bedeutet: Bei der spontanen Paarbildung im Vakuum, die städnig stattfindet - auch am EH eines sL - entkommt ein Partner dem sL der andere stürzt in selbiges und "entzieht" ihn damit Energie (Masse), da diese ja bei der Paarerzeugung lediglich "geborgt" war. Dieser Prozess läuft bei einem kleinen sL schneller ab als bei einem großen (wohl nach etlichen Billionen Jahren)

Zappa hat geschrieben:
chulinn hat geschrieben:Damals ging man von einem statischen Unviersum aus und hatte keine gute Schätzung wie groß es wohl ist.


Und genau das werden die Physiker der Zukunft messen (und - mal vorausgesetzt, dass Sie unsere Daten nicht mehr zur Verfügung haben - denken).

Wenn die nächste Galaxie undetektierbar weit weg ist, dann ist das Universum statisch und dessen Größe unbestimmbar.


Wenn etwas "undetektierbar weit weg ist",- dann kann man noch nicht einmal sagen, ob es eine Galaxie ist ;-)

Wenn man "vom Universum" in der Kosmologie spricht, dann ist stets nur das 'sichtbare Universum' gemeint, in dem die Galaxien noch nicht so weit 'rotverschoben' sind, das uns kein Photon mehr erreicht. D.h. es ist ernsthaft davon auszugehen, dass das Universum weitaus größer ist, als uns der 'Ereignishorizont' zu sehen erlaubt.

Der Begriff "Ereignishorizont", der regelmäßig in Zusammenhang mit "schwarzen Löchern" auftaucht, könnte übrigens auch beim Blick 'gegen die Unendlichkeit' nicht einmal so falsch sein, - da es auch hier Theorien gibt, das wir im 'inneren eines schwarzen Loches', - in eine Art (evolutionären) "Babyuniversum gefangen" sind...: http://www.heise.de/tp/artikel/14/14549/1.html
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon tangens » Fr 14. Okt 2011, 11:08

ich bin da optimistisch. Selbst wenn das Universum sich ausdehnt, so kann man doch diesen Prozess irgendwann ändern. Zugegeben, das ganze Universum beinflussen zu wollen grenzt an Unmöglichkeit, aber: wir sprechen hier von Billionen Jahren! Da kann noch alles mögliche passieren!
Zuletzt geändert von tangens am Fr 14. Okt 2011, 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spektrum der Wissenschaft: "Das Ende der Zeit"

Beitragvon tangens » Fr 14. Okt 2011, 11:20

stine hat geschrieben:Ich würde den Nobelpreis an Atze Schröder vergeben. :mg:
LG stine


Bloß das nicht! :kopfwand:
Das ist doch schlimmer als die Expansion des Universums! Vor so etwas fürchte ich mich mehr :kg:

Und, ähm genau, willkommen zurück stine! :up:
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon Mark » So 6. Nov 2011, 01:25

Gibt es denn Theorien dazu wo genau bei der Ausdehnung des Universums die zusätzliche Raumzeit entsteht ? Am "Rand" oder evtl zwischen den Galaxien, und das schiebt sie wie eine Beschleunigung auseinander ?
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon stine » So 6. Nov 2011, 09:44

Du stellst vielleicht Fragen...

:/ stine
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon chulinn » Mo 7. Nov 2011, 12:16

Stine:
Du stellst vielleicht Fragen...
:/ stine


Mein Physiklehrer hatte mal Newton zitiert:
"Warum hat Gott die Welt da erschaffen, wo sie ist, und nicht einen Meter weiter links?"

Da warte ich bis heute auf eine zufriedenstellende Antwort vom Papst oder welcher Theist auch immer das beantworten kann.

Die Frage von Mark ist dagegen einfach zu beantworten: Der zusätzliche Raum entsteht gleichmäßig überall. (Es muss gleichmäßig sein weil kein Raumpunkt irgendwie ausgezeichnet ist. Ist vermutlich auch der Grund warum die Naturgesetzte überall gleich sind. Sie können einfach nicht wissen wo man sich gerade befindet, alle Orte sind ununterscheidbar. Hat Einstein mit seinen unbeschleunigten Bezugssystemen sehr schön dargelegt.) Wir leben in einem durch die Gravitation gebundenen System und bekommen von der Raumausdehnung deshalb nicht viel mit, außer halt der Rotverschiebung der meisten Galaxien.
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon Mark » Mo 28. Nov 2011, 00:23

Gandalf hat geschrieben:
Mark hat geschrieben:Was passiert wohl mit einem schwarzen Loch, wenn es genug Masse verdampft hat um nicht mehr die kritische Masse zu besitzen, sprich für ein stabiles Loch zu leicht wird ? Wird es dann zu einem Zwergstern anwachsen ?

Nein - ("die Theorie der sL sagt..") Die Singularität ist ja nichts anderes wie ein (mathematischer) 'Punkt' . Daher ist es auch völlig unerheblich wie "groß" dieser Punkt früher mal war. Das sL verliert ledigtlich durch die Hawking-Strahlung Masse (und nur dann wenn die Hintergrundtemperatur niedriger ist als die des sL). Das Bedeutet: Bei der spontanen Paarbildung im Vakuum, die städnig stattfindet - auch am EH eines sL - entkommt ein Partner dem sL der andere stürzt in selbiges und "entzieht" ihn damit Energie (Masse), da diese ja bei der Paarerzeugung lediglich "geborgt" war. Dieser Prozess läuft bei einem kleinen sL schneller ab als bei einem großen (wohl nach etlichen Billionen Jahren)


Soll heissen, das SL strahlt Hawking-Strahlung ab, und wird dabei auch noch selber schwerer ?
Ich fühle da irgendwelche fundamentalen Axiome die mich am Glauben hindern ;-)
Es sei denn, die SLs bedienen sich dabei einer anderen Art Materie, gibt es Theorien dazu, daß SLs dunkle Energie in "helle" umwandeln können ?
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Re: Nobelpreis für Physik: Was für eine deprimierende Aussic

Beitragvon Darth Nefarius » Mo 28. Nov 2011, 16:45

Es ist schon interessant, wie viele Menschen damit zu deprimieren sind, dass das Universum und alles in ihm den Kältetod stirbt. Ich denke, dass das eine neue Dimension der Endgültigleit darstellt und deswegen uns unsere Sterblichkeit wieder mal vor Augen führt. Viele hoffen ja schon irgendwie auf ein Weiterleben der "Seele", wenn man sich da auch noch ein neues Universum dafür ausdenken muss, dann erfordert das schon eine noch unempfindlichere Schmerzgrenze, was Logik betrifft. Nun ich hatte mir in meinem Masterplan zurechtgelegt, dass, nachdem ich die biologische Unsterblichkeit erreicht habe, mich in einen Cyborg umwandeln lasse (Ironman-Terminator-Style), von der Erde verschwinde mit einer fast autarken Raumstation, von Asteroiden lebe, vielleicht ein wenig das Universum erforsche und dann in eine andere Dimension reise, oder zurück in die Vergangenheit (was eigentlich das selbe sein müsste, wenn ich Hawkings richtig verstanden habe, da ich meinen eigenen Großvater nicht töten kann).- :rofl:
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