Darth Nefarius hat geschrieben:Die Kooperation gab es vor dem Christentum und wird es auch lange nach dem Christentum geben. Nur, weil die Gotteshäuser ein Dach haben, damit es nicht reinregtet, heisst das nicht, das man das zu der entsprechenden Religion zuordnen kann, Dächer gab es auch vor dem Christentum und gibt es auch außerhalb von ihm. Eben "Neigung" bedeutet, dass man sie hat, auch ohne Religion (Stichwort Triebe). Ich habe diese Neigung auch ab und zu, aber nur, um mich vielleicht über mich zu freuen, nicht, weil ich Christ bin.
Exakt das habe ich zum Ausdruck gebracht.
Darth Nefarius hat geschrieben:Du verlierst dich in deiner eigenen Definition. du definierst "wahr" mit "falsch", merkst du das? Hier: "Eine (subjektive) Wahrheit ist eine für wahr gehaltene Meinung. Ich definiere doch "Krieg" nicht mit "kriegerischer Handlung"!!! Wann hast du denn Anlass, um etwas zu deiner Wahrheit zu erklären? Sag nicht wenn ich sie für wahr halte!![]()
Und was ist so schlimm an logischen Werkzeugen, wie der Mathematik, der logischen Argumentation mit Beispielen? Ich denke, dass, wenn ich argumentiere, dass dein Haus nicht wegfliegen wird, weil ich und du wahrscheinlich noch nie ein Haus haben fliegen sehen (außer in Filmen und bei Tornados), dann haben wir wohl einen Konsens, durch ein logisches Werkzeug: Die stichhaltige Argumentation, ich muss nicht erst gucken, ob dein Haus sich auch wirklich nicht einen Milimeter vom Erdboden wegbewegt (was man ansonsten erwarten könnte).
Den "Kategoriefehler" hast du noch nicht verstanden, deshalb missvertehst du wohl auch den Rest. Die Aussagen "Jeden Morgen geht die Sonne auf" und "Beten hilft" rufen Erwartungen in mir hervor. Sie sind wahr, wenn das Erwartete eintritt. Ich rede nicht davon, das ein Satz "eine Wahrheit" oder "meine Wahrheit" ist. Die Bestätigung ist ein Anlass, den Satz für wahr zu halten (wie ich schon sagte, ist auch das Vertrauen in andere Menschen (Augenzeugen, Wissenschaftler) ein Anlass etwas für wahr zu halten). Das ist aber schwer zu verstehen, solange man meint, dass es "Wahrheiten" geben müsse. Ein Satz, der keine Erwartung in dir schafft, ist informationslos - oder hast du ein Gegenbeispiel? Ich glaube auch nicht, dass ein aufgeschriebener Satz eine "Wahrheit enthält". Er ist nur eine codierte Erwartung, der ohne einen ihn verstehenden Menschen überhaupt nichts entält. Mit diesen Ungenauigkeiten im Sprachgebrauch verbreitet man unnötig Nebel um den Wahrheitsbegriff.
Die Überschätzung der "logischen Argumentation" führt übrigens zu Ignoranz und Religion. Die Logik hilft uns nur, uns unsere Erwartungen klar zu machen. Ich habe nicht gesagt, dass das schlecht ist. Manche meinen nur, dass die Gesetzte der Logik oder der Mathematik Naturgesetzte seien - das sind sie genau so wenig wie Grammatik und Ortographie. Man kann mit Mathematik die Welt beschreiben, aber diese Beschreibung kann, wie jedes andere Modell falsch sein. Der Wahrheitsberiff der Mathematik ist eine ganz andere Kathegorie. "Mathematsich wahr" heist nur "folgerichtig", als Folge selbst gesetzer Bedingungen. Die Logik zwingt die Wirklichkeit zu gar nichts, man kann da noch so überzeugt sein, dass irgend etwas "logischerweise" geschehen muss. Manche gehen aber dann tatsächlich soweit, die Wirklichkeit für "widersprüchlich" zu halten (z.b. der "dialektische Materialismus). Und die laufen dann als ferngesteuerte Fanatiker rum.