Worauf kommt es im Leben an?

Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon John » So 11. Apr 2010, 01:18

Worauf kommt es im Leben an?

Beim Lamborghini- Retailer einbrechen, Diablo klauen, auf der Autobahn auf 400km/h beschleunigen, und glücklich in einen Tanklaster krachen.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon xander1 » So 11. Apr 2010, 07:55

John hat geschrieben:Beim Lamborghini- Retailer einbrechen, Diablo klauen, auf der Autobahn auf 400km/h beschleunigen, und glücklich in einen Tanklaster krachen.


Du willst darauf anspielen, dass niemand für jemand anderen bestimmen kann worauf es ankommt (Es sei denn man ist in einer Gruppe fest eingebunden und jung.) .
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon ujmp » So 11. Apr 2010, 08:09

John hat geschrieben:Beim Lamborghini- Retailer einbrechen, Diablo klauen, auf der Autobahn auf 400km/h beschleunigen, und glücklich in einen Tanklaster krachen.

Wenn sie dich beim Klauen schon schnappen, hast du natürlich die Arschkarte gezogen, ganz zu schweigen davon, wenn du den Tanklaster halb überlebst. Da wäre einen gediegenener Wisky und ein sanfter Kohlenmonoxidverschlummer einfacher zu haben.

Man kann sein Leben aber auch beenden, in dem man ein neues anfängt. Soweit das Wort zum Sonntag! :up:
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » So 11. Apr 2010, 11:27

ujmp hat geschrieben:Man kann sein Leben aber auch beenden, in dem man ein neues anfängt. :up:
Find ich gut, ist der von dir?
Passt zur christlichen Osterbotschaft! :mg:

Den Spruch werde ich mir merken!

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon ujmp » So 11. Apr 2010, 13:00

stine hat geschrieben:Passt zur christlichen Osterbotschaft! :mg:

Du wirst lachen, der Gedanke ist mir einst beim Nachdenken über die Taufe eingefallen (Römer 6,4). Aber falls man beim Neugeborenwerden ausversehen im Märchenwald landet, kann man es ja nochmal versuchen... Recht anregend dazu ist auch eine Passage in Hesses Steppenwolf; wo es um das "Spiel des Lebens" geht. Der Haken an der Sache ist natürlich, dass man nur begrenzte Freiheitsgrade hat, als was oder wie man leben möchte, da nützt der überzeugenste ideelle Input nichts...
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Mo 12. Apr 2010, 06:50

ujmp hat geschrieben:...dass man nur begrenzte Freiheitsgrade hat, als was oder wie man leben möchte, da nützt der überzeugenste ideelle Input nichts...
Ich sehe das anders. Bei der Erziehung von Nachwuchs müssen (heute: sollten!) die Grenzen immer klar abgesteckt werden, wenn man bewusste und sozialverträgliche Menschen in die Welt entlassen möchte. Das ist mit oder ohne christliche Botschaft so. Bewegt man sich dann als erwachsener Mensch sozusagen automatisch innerhalb dieser Regeln, so lebt man relativ beschwerdefrei und darf sich eines guten Gewissens erfreuen. Das macht froh und lässt besser einschlafen, was ein längeres und gesünderes Leben zur Folge hat.

Der "begrenzte" Freiheitsgrad kann daher durchaus auch als Schutz seiner selbst empfunden werden.

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon spacetime » Do 15. Apr 2010, 16:23

stine hat geschrieben:Der "begrenzte" Freiheitsgrad kann daher durchaus auch als Schutz seiner selbst empfunden werden.


Ein ganz normaler Vorgang, der unsere Identität ausmacht. Wir setzen uns selbst diese Grenzen, weil alles was außerhalb dieser Grenzen liegt (noch?) nicht zu uns gehört. Wirklich frei sind wir dann, wenn wir diese Grenzen definieren können und so überschreiten. Diese Grenzen sind auch als "Gewohnheiten" zu sehen, die man überwinden kann, indem man, wie gesagt, ein Bewusstsein dafür entwickelt.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Do 15. Apr 2010, 17:43

"Ein Bewusstsein, gegenüber seinen Grenzen" - diesen Aspekt finde ich deswegen interessant, weil ich immer dachte, ich hätte es. Wenn ich aber noch mal genau in mich hineinhöre, dann bemerke ich, dass ich diese Grenzen, Gewohnheiten, genau wie du es schreibst, meist lediglich mit meiner Persönlichkeit definiere.
Tue ich etwas Nichtalltägliches, etwas Ungewohntes, werde ich mit einer außergewöhnlichen Situation konfrontiert, bemerke ich ziemlich schnell, wie mich das ganz neu in Anspruch nimmt und mich viel bewusster macht. Wer so eingebunden ist wie ich, kann schon etwas Neues erleben, wenn ein ganz gewöhnlicher Wochentag unerwartet im Biergarten endet. :blush2:

Wer immer schon alles nach Lust und Laune machen konnte, ist da vielleicht ärmer dran, denn er muss ziemlich weit gehen, bevor er sich ganz neu spüren kann. Vielleicht spürt sich so jemand, wenn er plötzlich die Grenzen enger gesteckt bekommt?

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon Tpzlol » Di 3. Apr 2012, 22:07

Wie schon vom TE gesagt wurde, hat das Leben aus der naturalistischen Sichtweise per Definition keinen Sinn. Zufälle, auf denen die Natur basiert, haben keinen Sinn.
Sinn haben kann nur etwas, das von einer denkenden Entität mit Absicht getan/geschaffen wird. Drum liegt es nicht an uns, den Sinn des Lebens zu suchen, sondern unserem Leben einen Sinn zu geben.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Mi 4. Apr 2012, 08:17

Tpzlol hat geschrieben:Drum liegt es nicht an uns, den Sinn des Lebens zu suchen, sondern unserem Leben einen Sinn zu geben.
Das klingt erstmal hochintelligent und sehr überzeugend :up: .
Aber wenn du deinem Leben einen Sinn geben möchtest, musst du eben danach suchen welcher das sein soll.
Da hast du dann wieder den Salat.

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon mat-in » Mi 4. Apr 2012, 12:38

Ich denke das man die Frage - um das uralte Thema mal anzuwärmen - nicht mit Atheismus (die Verneinung von etwas) noch mit Naturalismus (Eine Betrachtensweise) finden kann. Man muß da schon nach einem Sinn gebenden System schauen, wenn man einen Sinn will. Der Säkulare / Evolutive Humanismus beispielsweise bietet eines: Die verbesserung des Lebens Bewußter Lebewesen.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Mi 4. Apr 2012, 13:44

mat-in hat geschrieben:Der Säkulare / Evolutive Humanismus beispielsweise bietet eines: Die verbesserung des Lebens Bewußter Lebewesen.
Der säkulare Humanismus hat vielleicht die Verbesserung des bewussten Lebens vorne angestellt, aber nur auf das jeweils eigene Leben bezogen. Ich erinnere mich jedenfalls nicht, in solchen Umfeld Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft an forderster Front gefunden zu haben.

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon mat-in » Mi 4. Apr 2012, 19:57

GBS Program hat geschrieben:Wir setzen uns ein für eine Welt, in der:
Religion Privatsache und vom Staat getrennt ist
Es keine Religionskriege mehr gibt
Selbstmordattentätern kein Platz im Paradies versprochen wird
Menschen nicht aufgrund ihrer Weltanschauung diskriminiert werden
Unmündige Kinder nicht mit religiösen Dogmen indoktriniert werden
Falsch verstandene Religionsfreiheit kein Freibrief für menschenverachtende Taten ist
Das kritische Denken nicht länger von Religionen oder politischen Ideologien behindert wird
Sich die Politik an den realen Interessen der Menschen (sowie aller anderen Tiere) orientiert
Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Speziesismus überwunden sind
Alle Menschen eine faire Chance erhalten, das Beste aus ihrem Leben zu machen
...

Hört sich jetzt nicht nach privat-hedonismus und "hauptsache es geht mir besser" an, oder? Darf ich fragen ob du wirklich jemals Kontakt damit hattest?
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Do 5. Apr 2012, 09:09

Ich entnehme diesem Pamphlet nur, dass Religion und religiöse Überzeugungen abgeschafft werden sollen. Ich sehe aber nirgendwo (Gebetsmühle stine), dass Alternativen im Sinne moralischer Grundsätze angeboten werden. Nur "frei" von religiösen Dogmen sein ist keine Alternative für ein gut funktionierendes Miteinander. Es erhebt niemand Anspruch auf das, was wir heute "unsere kulturelle Entwicklung" nennen. Auch wenn viele Halberwachsene denken, so etwas nicht mehr brauchen zu müssen, Kinder und Jugendliche brauchen sie trotzdem: die Richtlinien und Grenzen.

Kontakt? Ja, ich hatte verschiedentlich Kontakt mit weiterführenden Schulen, die sich humanistische Bildungseinrichtung nannten und was ich dort mitbekam war für mich nicht tragbar. Es gibt keinerlei Erziehung und der Stärkste führt die größte Clique. Die Lehrer haben kein Erziehungskonzept und wenn sie es haben, können sie sich nicht durchsetzen, weil es keine moralische Handhabe dafür gibt.

Trotz aller religiösen Zweifel, ist mir der Humanismus als Alternative zu wenig.

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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon Lumen » Do 5. Apr 2012, 22:19

Was genau (konkret) bietet ein Chistentum (Beispiel), was sich nicht im Humanismus oder den Menschenrechten finden läßt. Wenn es wirklich auf das Fehlen von Geschichten, Ritualen oder sakralen Gebäuden hinausläuft, ist es ein Denk- oder Wahrnehumgsfehler. Denn in der nicht-religiösen Welt gibt es all diese Dinge im Überfluß, nur gelten sich nicht dezidiert einer Weltanschauung zugehörig. Was du (eventuell) als Nachteil empfindest, sehe ich als Stärke, da das Indivuum hier frei ist, sich etwas zusammenzusuchen (auch: Mündigkeit und so). Dagengen sehe ich gewisse Religionen gerade als totalitär an, weil sie versuchen "das ganze Paket" von Lehrmeinung bis Fackelmarsch bis Benimmregeln im Schlafzimmer zu regulieren und historisch auch festschrieben was zu denken und zu sagen erlaubt/verboten ist. Falls du säkuläre religiöse Equivalente suchst, dann findest du sie im Dritten Reich und in Stalin's Kommunismus. Da gab es alles aus einer Hand, und es war dann verbindlich (auch wenn es so klingen mag, der Vergleich ist nicht polemisch gemeint).

Ich bin mir sicher, dass du das nicht meinst und will es dir keinesfalls unterstellen, aber dass Religionen mit totalitären Eigenschaften gerne noch immer glorifiziert werden, sogar über ebenjene Eigenschaften, ist auch noch nicht zu dir (und den meisten anderen) durchgedrungen.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon Tpzlol » Fr 6. Apr 2012, 10:04

stine hat geschrieben:Aber wenn du deinem Leben einen Sinn geben möchtest, musst du eben danach suchen welcher das sein soll.
Da hast du dann wieder den Salat.

LG stine


Allerdings steh ich jetzt vor einem anderen Problem. Wenn man vom Sinn des Lebens spricht, meint man einen Sinn der universell anwendbar ist und nicht Einen, den wir uns aussuchen, sondern Er ist da, egal ob wir wissen welcher Sinn das ist oder nicht.

Spreche ich jedoch vom Sinn meines Lebens, dann ist das ein Sinn den ich alleine meinen Leben geben kann, den ich mir frei aussuchen kann. Ich könnte ohne diesen Sinn leben, allerdings denke ich, dass man in diesem Fall ziellos durchs Leben wandert und als (Vorsicht, Inception Zitat!) (alter) Mann voller Bedauern sterben wird.

Somit wäre der Salat gegessen. :kg:
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon Celtic » Sa 7. Apr 2012, 10:35

Womit wir wieder bei der Frage wären, ob es einen (vorgefertigten) Sinn des Lebens gibt, oder ob der Sinn des Lebens etwas individuelles ist, das man sich durch Nachdenken oder aus dem Leben heraus erst erschließt.

Die beste Antwort auf die Frage habe ich beim großen Philosophen Douglas Adams gelesen: 42 :^^:
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon mat-in » Sa 7. Apr 2012, 22:29

stine hat geschrieben:Ich entnehme diesem Pamphlet nur, dass Religion und religiöse Überzeugungen abgeschafft werden sollen.

Gut, kommt auf deine Definition an. Wenn Rassismus, Sexismus, das Vorenthalten von Chancengleichheit, unswissenschaftlicher Unsinn wie Homöopathie, usw. für dich zu deiner Religion gehören, ja. Dann geht es da ausschließlich drum Religion abzuschaffen. :/

stine hat geschrieben:Ich sehe aber nirgendwo (Gebetsmühle stine), dass Alternativen im Sinne moralischer Grundsätze angeboten werden.
Du meinst abgesehen von den 10 Angeboten über die wir geredet haben? Sein bestes zu geben, die Situation für alle Menschen zu verbessern? Nicht blind Glaubenssätzen hinterher zu rennen (seien es jetzt religiöse oder ideologische) sondern selbst zu denken und abzuwägen? Es hat niemand gesagt, das es ein einfacher Weg ist, aber es ist ein weg. ein deutlicher Weg. Wenn auch keiner bei dem dich ein tattriger Oberaufseher mit Hirtenstab auf Kurs hält.

Celtic hat geschrieben:Die beste Antwort auf die Frage habe ich (...) 42

Genau. Wußtest du, das es auch erklärt, das uns die eine Herrschende Gruppe (die Illuminaten) den C64 als ersten Homecomputer gegeben haben, um uns zum Licht zu führen?
C64 -42 +1 Vereinigung = 23! Die Zahl der Illuminati! :erschreckt:
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon Bumm » Fr 13. Apr 2012, 20:09

Celtic hat geschrieben:Womit wir wieder bei der Frage wären, ob es einen (vorgefertigten) Sinn des Lebens gibt, oder ob der Sinn des Lebens etwas individuelles ist, das man sich durch Nachdenken oder aus dem Leben heraus erst erschließt.

Ich versuche mich mal an einer logische Ableitung die deshalb vielleicht etwas pragmatisch klingen mag. Zum einem scheint es ja tatsächlich einen individuellen Teil zu geben. Wir sollten diesen Teil hier ausklammern, da man dies natürlich nicht allgemein diskutieren kann. Für den allgemeinen (gesamtgesellschaftlichen) Teil ist das Konsensweltbild von zentraler Bedeutung. Ausgehen von einem Atheistisch/Humanistisch/Naturalistisch geprägten Weltbild könnte man sich fragen, was an uns "Individuen" so besonders ist. Gerade die Möglichkeit eine Sinnfrage zu stellen schein hier auffällig. Eine Banane hat es da einfacher. Man kann hier natürlich einharken und sich fragen, ob eine Sinnfrage die uns ja so natürlich erscheint überhaupt sinnvoll ist. Aus der biologische und technischen Evolution enstand die Möglichkeit zu so hochtrabenden Gedanken mit Sicherheit zwar getrieben aber nur zufällig und sinnfrei. Grundpfeiler hierfür sind die stetig wachsende Denkleistung und die gewonnene Zeit zum Nachdenken durch die Verringerung anderer Sorgen.

Wir Menschen (soviel Pauschalisierung sei erlaubt) mit der bisher unbestrittenen höchsten Fähigkeit komplexere Denkprozesse auszuführen (abgesehen von eventuellen Außerirdischen), erscheinen uns extrem besonders und erhaltenswert (auch wenn wir zunächst nur eine konsequente Weiterentwicklung darstellen). Dies kann ein zentrales Argument bei der weiteren Argumentation darstellen, möchte man sich davon abgrenzen den allgemeinen Sinn von anderen Lebewesen wie z.B. Menschenaffen abzuschauen/zu kopieren.
Ein völlig freies Urteil über einen potentiellen Sinn ist an dieser Stelle kaum vorstellbar, werden unsere Denkeprozesse nach aktuellem Stand der Forschung doch wie bei Tieren vornämlich durch die Evolutionspsychologische (z.B. Triebe wie Selbsterhaltungstrieb, Sexualtrieb, etc.) bestimmt.

Ich möchte an dieser Stelle den allgemeinen Sinn weiter differenzieren in inneren und äußeren Sinn (k.A. ob es hierfür schon andere Begriffe gibt):

Der innerer Sinn stehe im Zusammenhang zu inneren Bedürfnissen, die wir alle in uns tragen und denen wir uns auch nur schwer entziehen können. Dazu zählen Dinge wie Essen, Schlafen, Sexualität :2thumbs: , Glück etc... . Sinnhaft wäre hier ja eine maßvoller Befriedigung :sauer: dieser Bedürfnisse (Ich gäbe hier nur Vorschläge...). Alles tiefergehende an dieser Stelle driftet ab in Richtung "individueller Sinn". Es bleibt fraglich in wie weit wir unseren inneren Bedürfnissen nachgeben dürfen und was wir hier als Maßstab für unser allgemeines handeln wählen. Nicht alles was allgemein/gesamtgesellschaftlich Sinn geben kann, muß allgemein sinnvoll sein (und individuell sowieso). Ein Sinn müßte natürlich auch nicht unbedingt sinvoll sein ;)

Wie sieht es mit dem äußeren Sinn aus: Hier wird es philosophischer und schwieriger. Ein gesamtgesellschaftlicher Sinn für uns alles zusammen scheint erst künstlich konstruiert werden zu müssen. Ist es also ein Konstrukt oder gar eine Utopie oder Illusion? Stellt man wie weiter oben angerissen den Mensch ins Zentrum könnte eine "Rückbesinnung zur Natur&Nachhaltigkeit" oder "technologkratische Fortentwicklung" oder eine Kombination einen Sinn geben, je nachdem wie stark man Sinn mit Fortentwickung identifiziert.
Stellt man den Menschen nicht so hoch, dann spielt unsere Fortentwicklung eine weniger große Rolle. Einen äußeren Sinn scheint man daher erst (z.B. demokratisch) bestimmen zu müssen. Da hier sicherlich individuell unterschiedliche Meinungen herrschen, könnte man versuchen gleichzeitig viele verschiedene Wege zu gehen und diese in Einklang zu bringen.

Bin gespannt auf eure Meinung dazu.
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Re: Worauf kommt es im Leben an?

Beitragvon stine » Sa 14. Apr 2012, 17:01

Lumen hat geschrieben:Was du (eventuell) als Nachteil empfindest, sehe ich als Stärke, da das Indivuum hier frei ist, sich etwas zusammenzusuchen (auch: Mündigkeit und so). Dagengen sehe ich gewisse Religionen gerade als totalitär an, weil sie versuchen "das ganze Paket" von Lehrmeinung bis Fackelmarsch bis Benimmregeln im Schlafzimmer zu regulieren und historisch auch festschrieben was zu denken und zu sagen erlaubt/verboten ist.
Damit hast du natürlich recht, dem möchte ich so auch gar nicht widersprechen. Was die Reglementierung angeht so unterscheiden sich hier Religionen von sonstigen Staatsherrschaften gar nicht. Der Unterschied liegt vielleicht darin, dass Religionen eine unantastbare Instanz (Gott) als Kern inne haben und Staatsherrschaften von menschlicher Willkür abhängig sind. Ein Gott begleitet des Menschen Tun persönlich, eine Staatsherrschaft kann nur die äußeren Umstände vorgeben, derer sich der Mensch beugen muss.
Wer nichts als einen Gott über sich hat, kann sich dem Denken einer Staatsherrschaft auch entziehen, weil menschliche Willkür nicht das oberste Gebot sein muss. Religionsgegner sehen das natürlich genau andersrum und sagen: wer keinen Gott über sich hat, kann sich menschlich willkürlich bewegen und sich seine Gesetze selber machen.

Um beim Thema zu bleiben: Der Sinn des Lebens ist sicher nicht sich jeden Wunsch erfüllen zu können, weil die Erfüllung eines Wunsches den Wunsch selbst schon wieder nichtig macht und Langeweile ist die Folge. Nur wer noch Wünsche offen hat strebt vorwärts und kann sich freuen. Wunschlos glücklich gibt es eigentlich gar nicht. :ja:

Um das zu verstehen muss man vielleicht erst älter werden. :wink:

Hallo @Bumm, willkommen hier!
Bumm hat geschrieben:Zum einem scheint es ja tatsächlich einen individuellen Teil zu geben. Wir sollten diesen Teil hier ausklammern, da man dies natürlich nicht allgemein diskutieren kann.
Aber genau darum geht es doch: Der Sinn kann, wenn es ihn denn überhaupt gibt, nur ein ganz persönlicher sein. Gäbe es einen unpersönlichen Sinn, dann wären wir wie die Ameisen oder Bienen.

:mg: stine
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